Alte Berufe

Als Ahnenforscher hat man oft mit alten Berufen oder Berufsbezeichnungen zu tun, die man heute nicht mehr kennt. Viele Berufe sind mittlerweile verschwunden oder heißen heute anders. Ein Großteil der deutschen Familiennamen leitet sich übrigens von Tätigkeiten, von Berufsbezeichnungen, von Werkzeugen, von Erzeugnissen und Handelswaren ab. Der Name “Schmidt”, um nur einen zu nennen, war der Schmied. Recherchieren Sie selbst, Sie werden erstaunt sein, wie viele Nachnamen auf Berufe zurückgehen. In der vorliegenden Liste finden Sie auch Berufe unter ihrer lateinischen Bezeichnung, wie man sie oft in Kirchenbüchern findet.

Berufsbezeichnung - altBerufsbezeichung - neu
Aalrep, Ahlrep, Ahlreip (ndd.)Aalfischer, Ahlfänger nach dessen Fanggerät, dem alrep »Aalreif«, während der Alesteker (1449 in Kiel genannt) sich des Stechgeräts bediente.
Ab januaAufwärter
AbatissaÄbtin
AbbaAbt
AbbauerPächter mit kleinem Eigenbesitz; Neusiedler; zweiter Sohn, der vom Hofe abbaut
AbdeckerWasenmeister, Schinder
Abenarius faberKesselschmied, Keßler, Beckenschläger
Abenddeutbar wie Feierabend, alter Bauern- und Handwerkername: der den Abend liebt.
AbiectariusSchreiner
Abzieher (obd.)Fellabzieher, Schinder
Achtmann, Achtsmanngerichtlicher Taxator, Wahlherr
AciculariusNadelmacher, Heftelmacher, Heftler
Ackerknecht (Württemberg öfter)der pflugführende, ackernde Knecht.
Ackermannalte Bezeichnung des ackernden Bauern, im Dienste eines Grundherrn. (-> Ackerknecht)
AcoluthusPriester
ActionariusKrämer, Händler, Höker
Actuariusöffentlicher Schreiber
Acuciator/AcuminatorSchleifer
AcupictorSeidensticker
Aderdeutbar als Name des Barbiers, der zur Ader ließ (mhd. aderlasser, ndd. aderlater).
AdministratorAmtsverweser, Verwaltungsbeamter
AdumbratorZeichner
AdvocatusSachverwalter, Verteidiger
AedilisBaumeister, Hauptmann, Vorsteher
AedituusKüster
AegyptusZigeuner
Aerarius praefectusEinnehmer, Rentmeister
Aerarius quastorEinnehmer, Rentmeister
Aerarius veteramentariusKesselflicker
AffengießerGießer von Handwasserfässern, Bütten, Taufbecken, Weihrauchgefäßen, auch kleinerer Glocken u.ä.
AgasoEseltreiber, Stallknecht
Aginator circumforaneusherumziehender Scherenschleifer
AgittariusBogen- oder Armbrustmacher
AgricolaLandmann, Bauer, Ackermann
Agstein (obd.)mhd. agestein »Bernstein« (auch als Hausname), meint den Bernsteindrechsler. Auch Augstein.
AgtfischerBernsteinfischer
AgtschleiferBernsteinschleifer
Ahlenstiel (Hamburg, Kiel)Schuhmacher, der mit der Ahle Löcher sticht, daher auch Ahlstich.
Ahlschläger (ndd.)Ohlschläger oder Ölmüller.
Ahnhudt, Anhuth (Wismar, Hamburg)»ohne Hut«, Spottname für den Hutmacher, Hutwalker, Hutfilter.
AlabastariusAlabasterschneider
AlbatorBleicher
AlbicerdoWeißgerber
Aldio, Aldonishalbfreier Bauer
Alecarius, AllecariusGraupenmacher, Griesmacher
All(e)raun (Nürnberg)wohl Name für Apotheker, da die Alraune als Heilpflanze gegen die Pest galt.
Allmendherr, AllmendpflegerRatsherr, dem die Aufsicht über die Allmende, das Gemeindegut, obliegt
AltaristaInhaber einer Altarpfründe, Kaplan
Altbüßerndd. Olböter, alte Bezeichnung des Flickschusters.
Altenteiler/AltsitzerBauer im Ausgedinge, nach Übergabe des Anwesens an den Sohn; Nutznießer des Altenteils
ÄltermannZunftmeister, Zunftvorgeher
AltflickerFlickschuster; später auch: Altwarenhändler
Altgewander, AltwenderFlickschneider, auch: Altkleiderhändler
Altreuß, Altreißmhd. altriuße, meint den Schuhflicker. (-> Altbüßer)
AltschuhSchuhflicker (wie Altreuß, Altbüßer).
Altweck (obd.)auch Altwegg (Zürich). Zuname des Bäckers wie Spitzweck, Spitzweg, Butterweck, Weißweck.
Altweinwie Gutwein, Kühlwein. Zuname des Weinhändlers, Weinschenken.
AlumnusZögling, Student
Alutarius cerdoWeißgerber
AmbosZuname des Schmieds (wie Funke, Hammer, Stahl, Pinkepank), mhd. anebos.
AmbubayaBadeknecht oder -magd
AmigerBewaffneter, Edelknecht, Knappe
Ammann (südd., Zürich zahlreich, Stuttgart oft)mhd. ambetman »Amtmann, Vogt, Gemeindevorsteher«, mitunter auch nur »seinem Vogte hörig«. Auch Ammon.
AmmeisterZunftmeister
Ampler (obd.)Hersteller von Ampeln (Lampen und Gefäße) aus Zinn. Mhd. ampel ist das südd. Wort für Lampe, Leuchter.
AmpulariusFlaschenmacher
Amsler, Amsel (obd.)Amselfänger, Vogelsteller. (-> Vogel)
AmtherrRatsherr, der ein öffentliches Amt bekleidete
Amtsgograf, AmtsgogräfeAmtsvogt
AmtsschösserSteuereinnehmer eines Amtes
AnachoretaEinsiedler
AnatomusArzt, Chirurg
AncillaDienstmagd, Dienerin
AngstmannFolterknecht, Henker, Scharfrichter
Anker, Ankermanndeutbar als Name des Ankerschmieds.
AnnonariusKornhändler
Annutarius faberKettenschmied, Panzermacher
AnspännerVollbauer; Gutstagelöhner, dem hauptsächlich die Pflege der Pferde obliegt
AntiquariusBüchertrödler, Verkäufer (und Kenner) alter Bücher
AntistesKirchen- und Schulvorsteher; in ref. Gemeinden: erster Geistlicher
Anwärter (Stuttgart oft)Flurwächter.
AnwenderAnlieger, Nachbar
Apengeter, Apengießerim ndd. Raum Bezeichnung der Rotgießer bzw. Gelbgießer (Hersteller von Kupfer- und Messinggefäßen).
Apfler (obd.)Obsthändler. (-> Obstler)
ApiariusImker
ApparitorBüttel, Aufseher
ApricatorBleicher
Apteker, Afteiker (ndd.)Apotheker, im Mittelalter Heilpflanzen- und Gewürzkrämer. (-> Krüdener)
AquilexBrunnenmeister
AratorAckermann, Pflüger
ArbiterSchöffe
Arbter neben Arbeiter, Arbeitoft in Schlesien, wo es an die slawischen Hörigen der Kolonisationszeit erinnert; denn arbeit meint eigtl. »Knechtsarbeit, Mühsal, Not«.
Arcarius faberKastenmacher, Schreiner
ArchetypusErfinder, Verfasser
Archiater/ArchigenesArzt, Leibarzt
ArchitriclinusSchaffner, Hofmarschall
ArcibusariusScharfschütze
ArcuariusBogen- oder Armbrustmacher
ArcufexBogner
ArculariusSchreiner, Tischler
ArgentariusBankier, Wechsler
ArgentifusorSilberschläger
AriopagetaGrempler, Trödler
ArmamentariusWaffenschmied, Zeugschmied
Armbruster, Armbrüster, Armbriester, ndd. Armborster, Armbursterder Armbrustmacher und -schütze, auch im Dienste der Städte.
ArmentariusKuhhirt, Rinderhirt
ArmigerBewaffneter, Edelknecht, Knappe
Arner, Arnert (obd.)mhd. = »Schnitter« (zu arn »Ernte«).
AromatopolaGewürzkrämer, Spezereihändler
ArrendatorPächter
Artifex calcariumSporenmacher
Artifex loricariusRiemenmacher
ArvinariusSchweineschlächter, Selcher
Aschenbrenner (obd.), Aschenberner (ndd.)altes Gewerbe; durch Holzbrand gewann man Asche für Glashütten und Seifensiedereien.
Asenbaum (obd.)mhd. = »Pfosten, Stützbalken«, wohl Zuname des Zimmermanns.
AssatorKoch, Brater, Garbrater
Assemaker, Ass(en)macher (ndrhein.)der Wagenachsen herstellt (ndd. asse »Achse«), also Wagner, Rademacher, Stellmacher. Auch As(s)hauer.
Astfalk, Astfalg, Astfahl (obd.)wohl Zuname des Falkners.
Aucellator Falkner
Auer, AuermacherUhrenmacher
Auf(f)ermannrheinisch neben Offer-, Opfer-, Oppermann = der Küster.
Aufleger (München)meint ein Gewerbe = »Auflader, Spediteur«. (-> Uplegger)
AufschlägerAuflader; Erheber der Akzisen, der indirekten Aufwandssteuern, z.B. der Biersteuer
Aufstößermhd. ufstößer »Auflader« von Waren.
Aufwart(t)erDiener, Kellner
Aulaeorum opifexTeppichwirker
Aulicuszum Hof gehörig
Aulner, Auler, Eulner, Eulerin Moselfranken und Hessen-Nassau der Töpfer (mhd. ule »Topf«, mhd. ulner »Töpfer«).
AurariusGoldarbeiter
AuricampsorGeldwechsler
AurifaberGold- und Silberschmied
AurifexGoldmacher, Goldschläger, Alchimist
Aurifossor Goldgräber
AurigaFuhrmann, Wagenknecht
Ausbraiter, AusbreiterKupfer-, Kesseltreiber
AusgeherBote
AusklingerRatsbote, Polizeidiener, Ausrufer
Ausnehmer/Austrägler/AuszüglerBauer im Ausgedinge, nach Übergabe des Anwesens an seinen Sohn
Auspex/AuspicisWeissager
Auszahler Zahlmeister
AvicepsFinkler, Vogler
Axt, Ax, Ax(t)mannZimmermann oder auch der Axtschmied. Axthalb, Axthelm (Bayern) meint »Axtstiel« (mhd. halbe, halm »Griff«).
Ayrer (obd.)Eierhändler (mhd. eieräre).
Baas, Baasch (Hamburg oft)ndd.-ndld. baas »Meister, Aufseher«.
BaccalaureusGelehrter 
BachansSchüler 
Back, Bäckersiehe Beck(er).
Backfisch (wie Bratfisch)Fischbrater, Garkoch.
Backhaus, ndrhein. Backhus, Backesam dörflichen Backhaus wohnend oder beschäftigt. (-> Backofen)
BackmannBäcker 
Backof(en), Bachofenentspricht Backhaus. Auch wohl Bäckername.
Bäd(e)kerkontrahiert Baker, ist breit gesprochen Bödeker (Böcker), die ndd. Form von Böttcher.
Bader, Baader, Bederobd. und md. Bezeichnung für den Pächter oder Besitzer einer öffentl. Badestube, neben Badstüber (Patschdieber). Ndd. war Stöwer (Badstover) gebräuchlich, obd. Stüber. Der Bader war zugleich Bartscherer (Barbier) und Aderlasser.
BadreiberMasseur, Inhaber einer Badestube 
Bailer (Stuttgart), Beiler (Bern)angeblich »Eichmeister«
BaiulusBote, Träger 
BalbiererBarbier 
BalgerKlopffechter 
BalistariusBogenmacher, -schütze 
Balke (Balck), oft in Hamburg und Rostockmeint »Balken«, Beiname des Zimmermanns.
BallenbinderPacker 
BallistariusArmbrustmacher, Armbrustschütze 
BalneatorBadstubenbesitzer 
Baltner (Württemberg)mhd. paltenäre, balteniere »Wallfahrer in grobem Wollrock, Bettler, Landstreicher, Krämer«.
Bammert (obd.)Bannwart, siehe dort.
Band, Bandt(e)Bandhauer oder Bandschneider, mnd. bant »Faßreifen«. Auch Bandtholt, Bandholt, Bandholtz, Bandhauer und Bandmacher.
Bändel, Bandle (obd.)Bandmacher.
Bandreißer Verarbeiter von Weiden zur Herstellung von Faßreifen 
Bannwart Flur-, Weinbergshüter, Gerichtsdiener 
Bannwart(h)mhd. banwart »Flurschütz, Feldhüter«. (-> Bammert)
Bapirifex Papiermacher 
Barbaricus Seidensticker, -wirker 
Barbarius Bader 
BarberBarbier. (-> Balbierer)
Barche(n)tÜbername des Barchentwebers.
Barco Nachenmacher 
Bardenheuer (ndd.), in Aachen und Köln oft Bartenheier, obd. KolbenheyerHersteller der hölzernen Schäfte für Streitäxte (Barden, Barten). Auch Bar(d)tenschlager und Bardenwerper.
Barensteker (mnd.)Kastrierer von Schweinen, entspricht obd. Be(e)rschneider, Beerstecher oder schwäbisch Bersauter. (->Geizer, Hailer, Schweinschneider).
Bargilde Freier Grundbesitzer, der von seinem Land Abgaben zu zahlen hatte 
Bärschneider Schweinekastrierer 
Bartenhauer Hellebardenmacher 
Bartzwicker Barbier 
Baschnagel (Württemberg)vielleicht »Bastnagel« für den Nagelschmied ?
Baterleinmacher Rosenkranzmacher 
Bau(e)r (zahlreich in Bayern)mhd. buwäre (buwen »Ackerbau treiben«). In Schwaben Bäuerle, Beuerle, Beyerle.
Bauerngilde Freier Grundbesitzer, der von seinem Land Abgaben zu zahlen hatte 
Bauknecht (Württemberg)mhd. büknecht »Ackerknecht«.
Baukondukteur Bauaufseher, Landmesser 
Baum (obd.-schlesisch), Baumle (schwäbisch)nach der Wohnstätte; auch Flurname. Zum Teil Übername für den Baumhauer, Baumhäckel, Baumhacker und für den Baumgärtner.
Baumann (obd.)mhd. bütnann »Bauer«. Ndd. Bu(h)mann.
Baumeister Gutsverwalter; Vorknecht; Großknecht; Rentmeister, auch: Architekt 
Baumgart(e), Baumgarten, Baumgärtl, Baumgärtneram (Obst-)Baumgarten wohnend, auch Besitzer, Obstgärtner.
Baumhauer, Baumheuer, Baumheier, Baumhöer (obd.)Baumfäller, aber auch der Zimmermann, der Baumstämme oder Balken zurechthaut; ndd. Bo(h)mhauer. Auch Baumhacker und Baumhäckel.
Bech (obd.)mhd. bech »Pech«. Dazu auch Bechmann, der Pechsammler, Pechbrenner (mhd. becherer}.
Becharius, Becherer Holzbitschenmacher, Kleinböttcher, Bechermacher, Drechsler 
Becher (München, Köln oft), Bechert, Becherle, Becherer (ndd. bekerer, bekerwerte]Drechsler hölzerner Trinkgefäße oder Becher; doch kann auch mhd. becher(er) »Pechsammler, Pechbrenner« hineinspielen. (->Bech)
Beck, Becke, Bockist die ältere südd. Bezeichnung für den Bäcker (Becker). Pfister (Württemberg) aus lat. pistor deutet eigtl. auf den Klosterbäcker.
Beckendrechsel, Beckenschlager Kesselschmied, Messingtreibarbeiter 
Beckenhaub, Beckelhaub (obd.)mhd. beckelhübe »Pickelhaube, Helm«, also der Helmschmied.
BeckenschlagerKupferschmied, der Kupferund Messinggefäße (Becken) herstellte.
Bedder Bader, Barbier 
Bedellus Büttel 
Bednar, Bednarek (polnisch-tschechisch)Büttner, Faßbinder.
Beerschneider, Beerstecher, Behrstecher, Behrschneider, Behrsautersiehe Barenstecker.
Behrmann (ndd.)Bierhändler (Biermann). Ebenso Vehlbehr (Hamburg) = »viel Bier«, Suhrbeer (Sauerbier), Mügebeer (Mögebier).
Beil (obd.)Beilschmied (Beilschmidt) bzw. Zimmermann. Dazu Breitbeil, Dünnebeil, Blankebeil, Hackebeil (Beilhack), Klingbeil (ndd. Klinkebil).
Beindreher Feindrechsler, der Knochen, Horn und Elfenbein verarbeitet 
Beinhauer (Hessen)Knochenhauer, Fleischer, mhd. bein »Knochen«.
Beitl, Beitlersiehe Beutler.
Beitscher Peitschenmacher 
Bekemacher Böttcher 
Bel(t)z, Bel(t)zer, Bel(t)zner (obd.)meint wohl den Pelzhändler oder Kürschner.
Bellenmacher Hersteller von Schellen 
Belter (Hamburg), Beltermannmeint wohl den Gürtelmacher.
Bend(e)l (obd.)mit Bandwerk (Bändeln) handelt (oder sich schmückt). Auch Bendler.
Bender (Köln, Frankfurt, München oft)Binder, Faßbender oder -binder.
Bendha(a)ck (ndd.), BenthaackHöker, Kleinhändler mit Faßbändern, -reifen, die der Bendheuer (Köln) oder Bendschneider (Hamburg) herstellte.
Benner (obd.), BennertBennenmacher, mhd. benne »Korbwagen«.
Bereitknecht Unterer Forstbeamter 
Berenstecher Schweinebeschneider 
Bergarius Schäfer 
Bermter, Bermitter (obd.)Pergamentmacher, mhd. permin(t) »gegerbte Tierhaut«.
Bernschneider Schweinebeschneider 
Beschaler Verfertiger der Messerhefte 
Beschirmer Pfleger 
Besemermhd. = »Besenbinder«.
Bestetter Spediteur 
Bestiarius Rinderhirt 
Bettziech, Bettziehe, Bettzüge (obd.-md.)Ziechen- oder Bettziechenweber (Leinenweber). (->Ziechner)
Bettziechenweber Weber von Bettzeug, dem Ziechen 
Beutler, Beitier, Beut(e)l, Beitl (obd.), Peidtler (Österr.)der Beutler oder Beutelmacher; dazu Siedenbüdel, Seidenbeutel, auch Siebenbeutel.
Beutner Imker 
Bever, Bewer (ndd.)meint Biber und ist wohl der Beiname des Biberfängers (Biberpelzwerk für Kürschner).
Bibliopegus Buchbinder 
Bibliopola Buchhändler 
Bidellus Büttel 
Biehl (Hamburg oft)soweit ndd., mag bil »Beil«, also der Bilmeker, Bilhauer gemeint sein.
Biermeint den Bierbrauer, Biermann den Bierhändler (ndd. ->Behrmann), auch Bierschenk.
Biereigen(Haus-)brauer 
Bierer (obd.)mhd. = »Birnenverkäufer, Obsthändler«. Dazu Birnstiel und Birnstengel.
BierruferJemand, der den Namen des Brauers, der frisch gebraut hat, und den Bierpreis ausruft 
BierspünderBierprüfer 
Bigarius Karrenzieher 
Bindermeint wie Bender den Faßbinder, Böttcher. Auch Büddenbinder, Bodenbinder, Bodenbender.
Birmenter Pergamentmacher 
Birnerndd. und md. wurde birnen für »brennen, schmelzen« gebraucht: gult birnen, silver birnen. Gemeint sind also der Edelmetallschmelzer und der Münzer. (->Brenner)
Bisser Zaumschmied, Gebißmacher 
BixnmeisterKassierer, z.B. einer Zunft; auch: Geschützmeister 
BladariusGetreidehändler 
BlastoGasthausmeister 
BlatnerHarnischmacher, Plattner 
BlattervaterSeuchenhausverwalter 
BlechBlechschmied (Blechschmidt). Auch Blecher, Blechler, Blechner (obd.).
Bleeker (ndd.)Bleicher der Tuche und der Leinwand. Auch Bleicher, Bleichert.
Blei, Bley, Bleier, BleyerBeiname des Bleigießers.
BletzerAltschuhmacher, Flickschuster 
Bleyle, Bleile, Bleiler, Bleuler, Bleul (obd.-schwäbisch)Pächter einer Stampfmühle (mhd. bliuwel).
Bliemeister (ndd.)mnd. Blidemeister »Geschützführer« (obd. Bleidemeister), zu blide »Belagerungsmaschine, Steinschleuder«. Auch Bleidner, Blied(t)ner.
Blum, Bluhm, Blümel, Blümke, Blüming; ndd. Blohm, Blömkezum Teil wohl Beiname des Blumengärtners, wie Blumenstiel, Blumenstock, Blumenstengel, Blumensaat.
Bocksiehe Beck.
Böckler, Bäckler (ndd.)urkdl. Bokeler (mnd.) = »Schildträger« (mhd. buckeler »Schild mit Metallbuckel«, auch sein Träger, der Gewappnete).
Bödeker, Böddeker, Bädeker (ndd.)Böttcher (Bottichmacher).
BogenerBogenmacher; auch: Bogenschütze 
Bögl, Bögle (bayr., württembergisch), Bögler, Bognermeint den Bogner oder Armbruster, auch den Bogenschützen, desgl. Böger (Stuttgart). Dazu auch Scheibenbogen (»scheue den Bogen«), Fittbogen, Klingbögl u.a.
Bohn(e), BohnekeBohnenbauer, desgl. Bohnemann, obd. Bohner. Dazu Bohnsack, Bohnenstengel, Bohnenblust (obd. = »Blüte«), Boneß (Spottname für den Bohnenbauer).
BombardariusBüchsenschmied 
BombicinatorSeidenmacher 
BorneriusBohnenhändler 
Borngräber, BornmacherBrunnenmacher 
BornzieherVersorger der Haushaltungen mit Wasser 
BoscidaOchsenschlächter 
BotenmeisterPostmeister 
Bott (obd.)Bote, Briefbott, auch Böttle.
Böttcher, Bötticher, Böttger, BötjerFaßbinder, Bottichmacher. (->Bödeker)
BraccatorMälzer, Brauer 
Brackeröffentlich angestellter Viehmakler 
BracteariusGold- und Silberschmied, Goldschläger 
Brasearius, BrasiatorBrauer, Mälzer 
Brauermhd. briuwer ergab Breuer, Bräuer, entrundet Breier, Breyer; obd.-bayr. Breu, Preu, Brey. Brauberechtigt waren im Mittelalter auch viele Bürger, daher die Häufigkeit des Namens. Auch Breymann = Braumann. Braumüller (Wien, München).
Brechenmacher (Württemberg)Holzhandwerker, der Hanf- und Flachsbrechen herstellte.
BreiserPosamentenmacher 
Brenner (obd.), Berner, Birner (md.-ndd.)mehrdeutig, teils der Brandstifter (Mordbrenner), teils der Aschen-, Pech-, Kohlenbrenner, teils der Edelmetallschmelzer. Auch Prenner, Prenn (bayr., österr.).
BrettschneiderSäger, Sägemüller oder Pächter einer Brettermühle. Auch Bretthauer.
BrinksitzerKleinbauer, meist am Rande der Dorfflur 
BritschenmeisterFestordner, Stegreifdichter, Spaßmacher 
Bruch- und SteinschneiderWundarzt 
Brückner (Schlesien, Sachsen, Böhmen); Prückner (österr.), Bruckner, Prückner (obd.-bayr.)ist in Schlesien und Mähren um 1300/1400 als Brückenausbesserer und Straßenpflasterer bezeugt (wie mnd. Brüggemann). Brücken nannte man auch Stein- oder Bohlenstraßen.
BrustschneiderKorsettmacher 
Bubnick (ostdeutsch-slawisch,Wien, Dresden)Trommler.
Bubulcus, Bubulcularius, BucculariusRinderhirt, Ochsenhirt, Ochsenknecht 
Bücheraltreis, BücheraltreissAntiquar 
BuchführerUmherziehender Buchhändler 
BüchsenFußsoldaten mit Gewehr 
BüchsenmacherDosenmacher, Gewehrschmied 
Büchsenschäfter, Büchsenschäftler, Büchsenschifter, BüchsenschmiedBüchsen-, Gewehrschmied 
Büchsenschütz, Büchsenschuß, Büchsenmann, Büchsenmeister, Büchsenstein, BüchsengießerDie Büchse war das Geschütz des Mittelalters.
BuchstabSchulmeister.
Bücking (ndd.)Bückling (geräucherter Hering), meint den Fischhändler.
BüdnerKleinbauer, Kaufbudenbesitzer 
Bunde (ndd.)freier Bauer (dänisch-schwedisch Bonde).
Bünger, Bunge, Bügener (ndd.)Trommler oder Paukenschläger.
BurgensisBürger 
BurggraviusBurggraf 
BursariusBeutelmacher 
ButhelorNagelschmied 
BüthenerImker, Bienenzüchter 
Butt, Buth, Buthmann (Hamburg), Buttmannwohl der Fischer, Fischhändler (Steinbutt, Heilbutt), wie auch Schlie(mann), Stint(mann), Stör(mann), Dorsch(mann). Auch Buttfanger.
Büttel, Bittel (schwäbisch)mhd. bütel »Büttel, Gerichtsdiener«.
Büttemacher, Büttenbinder, BüttnerBöttcher 
Buttermann, Butter, Bütterlin; Butterfaß (Worms), Buttersack (Württemberg)Butterhändler.
Büttner (ostdeutsch-schlesisch-böhmisch), BittnerBöttcher oder Faßbinder.
Caballarius Pferdeknecht 
Cacubarius Kachelmacher 
Caduceator Brücken- und Wegemacher 
Caelator Graveur 
Caelator monetarum Stempelschneider 
Caementarius Maurer 
Caesor Häuer, Bergmann 
Caffamacher Samtweber 
Calcans organum Bälgetreter 
Calcariator, Calcarifex Sporenmacher 
Calcarius Schuster 
Califex Kelchmacher, Kannengießer 
Calopedarius Holzschuhmacher 
Calvarius Nagelschmied 
Cambiator Wechsler 
Campanarius Glöckner, Küster 
Campsor Wechsler 
Candidarius Bleicher 
Caniparius Kellner 
Cantafusor Kannengießer 
Capellanus Hilfsgeistlicher 
Capillamentarius Perückenmacher 
Capsarius Schachtelmacher 
Carbonarius Köhler, Holzkohlenbrenner 
Carminarius Kämmerer, Wollschläger 
Carnarius Fleischer 
Carnifex Henker, Scharfrichter, Schinder, Metzger 
Carpentarius Zimmermann, Wagner 
Carrucarius Fuhrmann 
Casier Käsemacher 
Castrator Viehbeschneider 
Castrensis Burgmann 
Catopticus Spiegelmacher 
Cauno Wirt 
Cellarius Kellermeister 
Cementarius Maurer 
Cerdo Gerber 
Cereficiarius Wachszieher 
Cerevisiarius Bierbrauer, -schenk 
Cervillarius Helmschmied 
Chalcographus Kupferstecher 
Chelista Fiedler, Geiger, Spielmann 
Chirothecarius Handschuhmacher 
Chymiater Alchimist 
Cingularius Gürtelmacher 
Circulator Landstreicher 
Cistarius Kistenmacher 
Civis Bürger 
Claustrarius Pförtner 
Clausurmacher Hersteller von Gürteln, Kleinverschlüssen 
Claviger Schlüsselträger, Schaffner 
Claviorum artifex Kunstschlosser 
Clericus Geistlicher 
Clibanarius Ofengießer 
Cloacarius Abtrittfeger 
Clusor Schmied 
Coctor Bierbrauer 
Cocus Koch 
Collector Steuereinnehmer 
Colonus Kleinbauer 
Colorator Färber 
Comes, Comes palatinus Graf, Pfalzgraf 
Commissarius Beauftragter 
Commutator Wechsler 
Concionator Pfarrer, Geistlicher 
Condimentarius Gewürz- oder Spezereihändler 
Conducticius Tagelöhner 
Confector Hersteller 
Conflator Hüttenarbeiter, Erzgießer 
Consiliarius Ratsherr, Bürgermeister 
Conterfetter Porträtmaler 
Coqua/Coquus Köchin/Koch 
Corbo Korbflechter 
Cordarius Seilmacher 
Coreator/Coriarius Gerber, Schuhmacher 
Corrigiarius Riemenschneider 
Cotiarius Schleifer 
Credenzer Kellner 
Cribrarius Siebmacher 
Crumenarius Beutel- und Taschenmacher 
Crustularius Kuchenbäcker 
Culcitarius Mantelmacher 
Cuparius Küfer 
Cupendinarius Kuchenbäcker 
Curator Pfleger, Verwalter 
Curator Vormund 
Dammsetzer Pflasterer 
Dandl(er) (bayr.-österr.-böhmisch)mhd. tedeler »Trödler« (mit getragener Kleidung handelnd). Auch Tandler.
Dantler Trödler 
Dapifer Truchseß 
Daubenmacher Böttcher 
Däubler, Däuble, Deubler, Deibler (obd.)Taubenhändler oder Taubenzüchter.
Däumler, Daimler (obd.)Scherge (mit dem Dumeisen, der Daumenschraube).
De(c)kner (Sachsen, Schlesien)urkdl. Tekener = Hersteller von Decken, Matten (auch aus Bast geflochten). Auch Decke, Deckwer(th).
Deaureator Vergolder 
Debitor Gläubiger 
Decanus Dekan, Probst 
Dechsel, Dächsel (obd.)mhd. dechsel »Beil«.
Decker, Deckert, Deckers (ndrhein.)Dachdecker. Leiendecker (Rheinland) meint den Schieferdecker.
Deglubitor Abdecker 
Deißler, Deichsler, Deixler, Deichsel (Schlesien, Sachsen, Sudeten)Deichselmacher, Stellmacher, Wagner.
Dengler (obd.), Tengler (Tirol)Sensenschmied 
Denzler, Denzel, Denzle (Württemberg)Tänzer (auch Spielmann), mhd. tenzeler. Auch Dentz.
Desch(n)ermundartl. für Teschner »Taschenmacher«. In Württemberg Deschler, dazu Deschle.
Deuchler (Deichler), Deichelbohrer (schwäbisch-alemannisch)mhd. tiucheler, Hersteller der hölzernen Rohre (tittchel) für Wasser- und Soleleitungen.
Deuscher, Deuschle(r)mhd. tiuschen, tuschen »tauschen, handeln«, auch »betrügen«, also Händler oder Schelm, Betrüger. Vgl. Roßteuscher, -deutscher.
Dichtl (Alünchen), Dichtlermhd. tichter, tichtener »der etwas schriftlich abfaßt, ersinnt, dichtet« (zu lat. dictare}.
Dieatarius Tagelöhner 
Diegel (obd.)»Tiegel«, Name des Töpfers, Hafners.
Dignitarius Würdenträger 
Diller (obd.)Dillenseger, Dillschneider = -> Brettschneider mhd. dille, dil »Brett, Diele«).
Dinkel, Dinkelmann, Dinkelacker, Dinkler (obd.)Dinkelbauer.
Dinter, DintnerTintenmacher, auch Tint(n)er.
Dirtheuer, Tirteier (obd.)Hersteller grober Tuche (aus Wolle und Leinen) für Bauernkleidung (aus frz. tiretaine}.
Disceptator Schiedsrichter 
Discher (ndd.)für Tischer = Tischler.
Discipulus Schüler, Lehrling 
Dispensator Schaffner 
Doliarius Böttcher, Küfner 
Doppeler Würfelmacher, -spieler 
Doppler, Doppelstein (obd.)mhd. topeler »Würfelspieler, Würfeldrechsler« (topelstein »Würfel«).
Dörmermundartl. = Türmer, Turmwächter.
Drachsel (obd.)Drechsler. (->Drechsel)
Dräger (ndd.)Lastträger. In Danzig z.B. bildeten die Dräger eine eigene Zunft.
Drathwie Siebdrath, Eisendrath; den Drahtzieher oder Drahtschmied meinend.
Drechsel, Drechsler, Dressler, Dressel (thüringisch-schlesisch), Draxl(er), Draschl (österr.), auch BeindrechslerDrechsler, dessen Erzeugnisse aus Holz, Knochen (Bein), Elfenbein und Bernstein bestanden. (->Traxel)
Dreher (obd., Schweiz., württemb.)Drechsler. Auch Spindeldreher, Stockdreher, Trappendreher.
Dreier, Dreyer (ndd.), DregerDrechsler.
Drescher, Dreschner, Draschnerder mit dem Dreschflegel Getreide ausdrischt; vgl. Drischaus. Auch Trescher, Tröscher (obd.) und Döscher (ndd.).
Drexel, Drexler (München, Wien zahlr.)siehe Drechsel.
Dreyer Drechsler 
Droste (westfälisch)mnd. drossete, mhd. truchtsäße = Vorsitzender der Gefolgschaft (truht) und ihr Verpfleger, später ein oberster Hofbeamter wie Kämmerer, Marschall, Schenk. Vgl. die Adelsfamilien des Münsterlandes: Droste zu Hülshoff, Droste zu Vischering.
Dübler Zimmermann 
Dulciarius Zuckerbäcker 
Dulheuer (westfälisch)Messerschmied.
Duve, Duwe (ndd. oft)»Taube«, der Taubenhändler, -Züchter, Täubner.
Dworak, Dvorak, Dvoreck, Dworschak (slawisch)Dvoran = »Hofmann«, zum Bauernhof, Gutshof gehörend (in Wien zahlr.).
Ebursator Zahlmeister 
Ecksteinmhd. eckestein, wohl Name des Steinmetzen oder Maurers.
Edentarius Dentist, Zahnbrecher 
Ehalt (obd.)mhd. ehalt »Dienstbote«, vertragsmäßiger Hausgenosse.
Eich, Eicher, Eichler, Eichner (obd.)auf die Wohnstätte unter Eichen deutend, auch auf Orts- und Hausnamen, aber bei Eicher ist der Eichmeister, Visierer (mhd. icher) gemeint.
Einlasser Pförtner 
Einleger Böttcher 
Einsäckler Steuereinnehmer 
Einspanner Stadtknecht, Ratsdiener 
Eisele (Württemberg oft)urkdl. Iselin, Isely, gebildet von isen »Eisen«, meint den Eisenhändler (wie auch den Eisenmann) bzw. Eisenschmied. Auch Eiselt, Eisen. (->Iser, Isler)
Eisenblätter (Ostpreußen oft)Walzschmied bzw. der Panzerschmied.
Eisenführ(er)mhd. vürer ist der Fuhrmann, der eine Ware mit sich führt, der Händler. Auch der Eisenmann ist der Eisenhändler; desgl. Eisenmenger.
Eisengräber Stempelschneider 
Eisenhauerals Beruf 1316 in Hallstatt erwähnt. Die Vorfahren des amerik. Generals und Präsidenten Eisenhower saßen im Odenwald: Joh. Eisenhauer 1446 usw.
Eisenhut (Bayern öfter)mhd. isenhut »Helm aus Eisenblech«, meint den Helmschmied.
Eisenmeister Kerkermeister 
Eisenschmelzer Waldschmied 
Eisenschneider Stempelschneider 
Eiser, Eisermann (München oft)sind Varianten zu Eisen, Eisenmann, Eisenkrämer oder Eisenschmied. (->Eisele)
Eisler, Eisner (obd.)siehe Eisele.
Emundator Schwertschleifer 
Ephipparius Sattelmacher 
Ephorus Vorsteher, Leiter 
Episcopus Bischof 
Eppler (obd.)Obstbauer oder Obsthändler.
Eques Reiter, Ritter 
Equester Berittener, Reiter 
Equicida Pferdeschlächter 
Equicius Pferdehändler 
Erbs(e), Erbst (obd.)Erbisser = Erbsenbauer oder -händler.
Erchmeker Weißgerber 
Erdtrichsmesser Feldmesser 
Eremita Einsiedler 
Ergastularius Kerkermeister 
Eruginator Schwertschleifer 
Erweißer Erbsenhändler 
Esser, Essers (ndrhein. zahlr.)Assenmacher, Essenmacher, Achsen-, Wagenbauer, Wagner, Stellmacher.
Esterricher Estrichmacher 
Euler, Eulner (seltener Auler, Aulner)rheinhessisch-nassauisch für Töpfer (südd. Hafner, nordd. Pötter).
Exactor Steuereintreiber 
Exclamator Ausrufer 
Excoriator Abdecker 
Exnermarkanter Name der schlesischen Berglandschaft (und der Oberlausitz) mit obd. Entrundung für urspr. Öchsner »Ochsenbauer«. Auch Exler.
Faber Schmied 
Facifer Fackelträger 
Facker (t) (obd.)zu facken »Hanf, Flachs brechen«.
Faden (mhd. vadem]Zuname (mittelbarer Berufsname) des Schneiders; vgl. Seidenfaden, Spitzfaden u.a.
Fähn(d)richum 1500 aufkommende Weiterbildung zu mhd. vener, venre (ahd. faneri) »Fahnenträger«. (->Fenner)
Failer (Schweiz, Württemberg)Feilenschmied bzw. Feilenhauer (mhd. viler). Auch Fail(n)er neben Feil(n)er.
Falcarius Sensenschmied, Dengler 
Falch(obd.)-> Falke; Falchner = -> Falkner.
Falconarius Falkner 
Falk(e)zum Teil Übername des Falkners, der zum ritterl. Jagdvergnügen (Reiherbeize) Falken abrichtete.
Falkner, Falchner (obd.)siehe Falke. Häufig in Nürnberg, Leipzig, München und Wien. Auch Felkner.
Famula/famulus Dienstmagd/Dienstknecht, Gehilfe, Diener 
Fänger Häscher 
Färber, Ferbermhd. verwaere »Färber«, auch »Maler«.
Farcher Schweinehändler 
Fartor Wurstmacher 
Faßbender, Faßbinder (bes. rheinisch und ndd.)Böttcher. (->Bender, Binder)
Fäßler, Feßler (obd.)Hersteller kleiner Holzgefäße (Fäßle). Auch Fässer.
Fechner Pelzhändler 
Feder, FedererFederhändler (wie Federmann); auch Bauernname (vom Federvieh); zum Teil auch vom Federschmuck: Feder in dem hute. Dazu Federle.
Feger (obd.), Fegerleinentspricht dem Schwertfeger, dem Waffenschmied, eigtl. Schwertputzer. Auch Fegers, Fegert.
Fehleisen (Württemberg)Feilenhauer (Fehlhauer, urkdl. Fehlenschmid). Desgl. Fehler = ->Feiler.
Fehr (obd.-schweiz.)Fährmann, mhd. ver(e) neben verje, verge (Ferge). Auch mnd. vere, daher Fehr(mann), auch an der Waterkant, neben Fehre.
Feil, Feyhl (Stuttgart oft)mitunter mag der Feil(en)hauer gemeint sein.
Feiler, Feyler, Feuler (obd.), Feilner, Feulner (fränkisch)Feilenhauer, Feilenschmied.
Feirschlosmacher Büchsenmacher 
Felgenhauer, Felgenheuer, Felgenheyer (obd.-md.)mhd. velgenhouwer »der die hölzernen Radfelgen zuhaut«, der Wagner oder Rademacher.
Felgenträger (häufig im ndd. Raum)siehe Felgenhauer.
Fellwerkbereiter Kürschner 
Fenchel (obd.)Gewürzkrämer, nach dem Gewürzkraut Fenchel (mhd. venichel).
Feniseca Mäher, Schnitter 
Fenner, Fenners (rheinisch)mhd. vener »Fähnrich, Bannerführer« (auch als städt. Beamter). Auch Venner.
Ferg, Förg (obd.)Schiffmann oder Fährmann. (->Fehr)
Fervers, Ferfers (rheinisch)Färber.
Feuer, Feuerlein, Feurer (obd.)Feueranmacher, Heizer, wohl auch Schmied.
Feuermäuerkehrer Schornsteinfeger 
Fibulator Beschlägemacher, Spengler, Klempner 
Fidicen Fiedler, Spielmann 
Fiedler (sächsisch-schlesisch-böhmisch zahlr.)Fiedler zählte mit dem Pfeifer und Pauker (Peuker) zu den »fahrenden Leuten«, den Dorf- und Stadtmusikanten.
Figulus Töpfer 
Filicarius Pflasterer, Steinsetzer 
Filier (obd.)mhd. viller »Abdecker« (zu villen »das Fell abziehen«); auch »Peiniger«.
Filter, Vilter (ndd.)Filzhutmacher, auch Hotfilter. Filthut, Fildhut, Fildhaut (westfälisch) und Fild sind mittelbare Berufsnamen für den Filter.
Filz (obd.)kann den Filzer meinen, wie ndd. Filt den Filter oder Filzhutmacher. Auch der obd. Ortsname Filz (Vilz) »Moor« spielt hinein, bes. bei Filzer (Hochfilzer aus Hochfilzen/Tirol).
Fimmel, FimmlerHanfbauer oder -händler.
Findeis(en)im Mittelalter allgemein verbreiteter Name für Schmiedegesellen, wie auch Schmelzeisen, Haueisen, Zerreisen, Buckeisen, Glüheisen, Spalteisen, Gareisen, Frischeisen, Firneisen, Raiffeisen, Stolleisen, Hufeisen.
Finder, Finders (rheinisch)mhd. vinder »Erfinder, Erdichter«.
Fingermeint nicht nur Menschen mit auffallendem Finger, sondern viel häufiger den Fingerring und seinen Hersteller, den Goldschmied.
FingerhutZuname des Fingerhüters bzw. Schneiders.
Fisch(e)l (obd.)meint im allgemeinen den Fischer oder Fischhändler. Desgl. Fisch, Stockfisch, Faulfisch u.a.
Fischer, Fischers (rheinisch)Die Häufigkeit des Namens zeugt von der einstigen Bedeutung dieses Urgewerbes, besonders an der Küste, in Fluß- und Seengebieten. Auch Komposita wie Teichfischer, Fronfischer, Hechtfischer. Ndd.-friesisch sind Fisser, Visser, Wisser. Fischmann, Fischmenger sind Fischhändler. (->Fischel)
Fistulator Pfeifer, Flötenbläser 
Fitzer (obd.)Kunstweber, mhd. vitzen »kunstvolle Muster einweben«.
Fitzner = Pfitzner, Pfütznersiehe Pfragner.
Flachs(mann) (obd.)Flachsbauer oder -händler, ndd. Flaß(mann).
Flad(e), Flaadt (obd.)Flader(er), den Bäcker von Kuchenfladen (flache, breite Kuchen). Desgl. Fladner, Fleder(er), Fledner.
Flaschner, Fleschner, Pflöschner (bayr.)mhd. vlaschener »Klempner« (der Blechflaschen herstellte).
Flator Schmelzer, Hüttenarbeiter 
Flebotomarius Aderlasser 
FlechtnerHersteller von Flechtwerk.
Flegeleigtl. der Dreschflegel, also der Drescher.
Fleisch, Fleischle, Flaischlen (schwäbisch)Fleischer bzw. Fleischmann, Fleischhauer, Fleischhacker, Fleischmenger.
Flick, FlickerAusbesserer. Vgl. Flickschuh, Flickenschild.
Flierl (Nürnberg), Flürl, FlurerFlurhüter. (->Bannwart, Fluhrer)
Flöß(er), Floßmann (obd.)Holzflößer. Auch Flößner, Flötzer.
Flu(h)rer (obd.)mhd. vluorer »Flurschütz«. (-> Bannwart, Flierl)
Foeniseca Mäher, Schnitter 
Fohl, Föhler (Württemberg)Feiler, Feilenhauer.
Folgermhd. volger »Begleiter, Anhänger«, auch gerichtlicher »Eideshelfer, Beistand«.
Forestarius Förster 
Formanek (Wien oft) wie Furmanekist slawisiert ein »Fuhrmann«.
Fornacarius Ofensetzer 
Forster, Forstner (bayr.)Förster, Verwalter des herrschaftl. Waldbesitzes. Dazu entrundet Ferster (österr.), Ferstl und Förstl (bayr.).
Fossarius/Fossor Totengräber 
Fragnersiehe Pfragner.
Freihardt (München, Stuttgart)mhd. vrihart »Landstreicher, Gaukler, Spielmann«.
Frenarius Riemenschneider 
Fries (obd.)Damm- und Schlammarbeiter, der Entwässerungsgräben auswirft (mhd. vriese); dazu auch Frieser.
Frohner(t)mhd. vroner »Fronarbeiter, Knecht in herrschaftl. Dienst«.
Frumentarius Kornhändler 
Frumwerker Tagelöhner 
Fucker(er) Großhändler, Wucherer 
Fuderer Futterhändler 
Fügenschuh, Fiegenschuh (Allgäu)»mach den Schuh passend!«, also der Schuster.
Führ(er)meint mehr den -> Fuhrmann als den Anführer.
FuhrmannWagenführer, Fuhrmann, Fuhrknecht. Fuhrmeister ist der Aufseher über das Fuhrwesen.
Füller (obd.)Walker (mittellateinisch fullare »walken«).
Fullo Tuchwalker 
Funarius Seilmacher 
Funicularius Hersteller von Buchschließen, Gürteln 
Funifex Seilmacher 
Funke, Funkmehrfach als Schmiedename bezeugt.
Furnarius Ofensetzer 
Fütterer (obd.)mhd. fuoterer »Futterhändler«. Auch der Knecht, der das Vieh füttert = Futterknecht. Dazu Futterhäcker, -hecker, Futterschneider; Futtermenger = Händler.
Galzersiehe Gelzer.
Gan(t)z (obd.)in Württemberg für Gans geschrieben. (-> Ganser)
Ganea Dirne 
Gangler, Gängler, Gangeler, Gengler (obd.)mhd. gengeler, gengel »umherziehender Händler, Aufkäufer« (von Münzen). Auch Gänger, Genger.
Ganser (obd.)mhd. ganser »Gänserich«; Zuname des Gänsehändlers, Gänsehirten (auch Gansmann, Gansner, Gänsler, Gansler); schwäbisch Gonser, Gaunser. Dazu als indirekte Berufsnamen: Gans, Gansl, Gänsli, Genslein.
Ganster (Pfalz, Bayern, Österr.)mhd. ganster »Funke«. Auch Ganeist, Gneist.
Ganter Auktionator 
Gantier Handschuhmacher 
Garcifer Koch 
Gardesoldat Wachsoldat 
Garn, Garrn (Hamburg, Berlin, Breslau)kann wie Hanfgarn mittelbarer Berufsname für den Garnzieher, Garnwinder, Garnkäufer (-händler) sein.
Garner (obd.)Garn- oder Netzfischer.
Gartmann, Gartenmann (obd.)Gartenarbeiter. (->Gärtner)
Gastgeb(e)mhd. = »Herbergswirt«. Vgl. Spottnamen wie Nagengast, Rupfengast, Schreckengast, Zerrengast, Seltengast.
Geiger (obd., Stuttgart, München, Wien zahlr.)mhd. giger »Geiger, Fiedler«. Dazu Geig(e)le (schwäbisch), auch Geigerl.
Geiseler Viehhändler 
Geiß, Gaiß (obd.)Geißer (Gaißer), den Geißhirt, Ziegenhirt. Auch Geißler.
Geißelträger Amtsdiener 
Geizer, Gölzer, Galzer (obd.)Sauschneider, Kastrierer. Auch Gilzer.
Gelbgießer Messinggießer 
Gelzer Kastrierer 
Gemmagenum Kachelmacher 
Gemmarius Juwelier 
Geraria Kindermagd 
Gerbermhd. gerwer »der das Leder gar macht, gerbt«. Ndd. auch Garber. Dazu Weißgerber, Rotgerber und Lohgerber. Auch obd. Gerb und Gerbl (München oft) meinen den Gerber.
Gerulus Bote, Träger 
Gewand(t)mittelbarer Berufsname des Tuchschneiders, der Kleiderstoffe für gewant ellenweise ausschnitt und verkaufte. (-> Schröder, Wandschneider)
Gießer, GieserMetallgießer, Rotgießer, Zinngießer, Grapengießer, Düppengießer, Pottgießer, Glockengießer. Vgl. ndd. Gieter, Geter.
Gipser (Bayern oft)Gipsmüller.
Girator Landstreicher 
Gladiarius Klingenschmied 
Glas, Glassl, Gläsel, Gläsener, GlasnerGlaser bzw. den Glashändler, Glashausierer (Glasmann). Glasbrenner, Glasmacher(s), Glasenapp (ndd.) ist der Glasbläser.
Glöckner (vom Mittelrhein bis Schlesien), Glockner (obd.bayr.), Gloggner (alemannisch-schweiz.), Glocker, Glogger (bayr.-württemb.), Glöckler (bes. württemb.), Klöckner (ndd.)der die Kirchenglocken läutet, auch Kirchendiener (Kirchner, Mesner). Dazu als indirekte Berufsnamen: Glöckle, Glöckl, Glöggl.
Glotzenmacher Holzschuhmacher 
Glufenmacher Stecknadelmacher 
Glutinator Weißbinder, Lehmarbeiter 
Goldgräber Abortfeger 
GoldschlägerHandwerker, der Blatt- oder Quetschgold schlug.
Goldschmidtdie Goldschmiedekunst ausübende Handwerker.
Gollup (ostdeutsch-slawisch), Golub, Golob, (tschechisch Holub)Taube, also der Taubenhändler oder -Züchter. ->Tauber)
Golschenweber Tuchweber 
Golther (obd.-württemb.)Goltermacher (mhd. golter, kalter, kulter »gefütterte Steppdecke«).
Göltzenleuchter Ferkelbeschneider 
Gördeler (ndd.)siehe Gürtler.
Graber, Grabertmhd. grabaere »Gräber«, Totengräber. Auch Gräber, Greber.
Grammaticus Schulmeister 
Granarius Rent-Amtmann 
Grapengeter, Grapengießer, Gropengießerndd. Bezeichnung für den Gelbgießer (der u.a. Gefäße, Tiegeln (gropen) aus Messing goß. (->Apengeter)
Gräper, Gröper (Hamburg oft)urkdl. Großer, machte irdene Töpfe (gropen), im Unterschied zum ->Grapengießer. Dazu auch Grape, Grope, auch Gra(a)p.
Grapper Salzverlader 
Gräser, Graser (obd.-schlesisch)den Gräsern oblag das Mähen der städt. Wiesen. Auch Bauern mit viel Wiesenwirtschaft hießen Graser. Dazu Graß, Gräß(e)l, Gräsel, Graßmann. Grashey meint den Wiesenhüter.
Graufärber Lodenfärber 
Graupner, Greupner (md.-schlesisch-böhmisch)Hersteller bzw. Verkäufer der Graupe (aus böhmisch krupa entlehntes Wort); auch kurz Graupe oder Graupmann.
Gredmeister, Gredner, Gredler (obd.)Verwalter der grede (mhd.), des Korn- oder Lagerhauses.
Greiser (obd.-bayr.), Greußermhd. griußer »Grützner«, der Grütze (Gries) mahlt bzw. verkauft. Dazu Greißler, Greißel, auch Kreißler. (->Grützner)
Gremp Trödler 
Griebemhd. griebe, grhibc »ausgelassener Speck«, also Übername des Griebenmachers, Fleischers oder Fetthändlers.
Grob(b)ecker (ndd.)der Roggenbrot backt.
Grobbinder Faßbinder 
Grutarius Hersteller/Händler von Grütze/Feldfrüchten 
Grüter (ndd.-westfälisch)Brauer, der mit Porst (wildem Rosmarin) statt mit Hopfen braute. Dazu Grutmeister, Grüters, Gruiters.
Grützner (Schlesien), Gritzner, GrötznerGrützenmacher, Gritzmacher, auch Grutzmüller (ndd. Grüttmöller). Auch Grütz.
Gschmeidler (obd.)Geschmeide-, Schmuckmacher.
Gstadlmacher Tütenmacher 
Guardianus Aufseher, Wächter 
Gufener Nadelmacher 
Guldner Vergolder 
Gunkel (obd.)mhd. kunkel »Spinnrocken, Spindel«, meint den Spindelmacher.
Gürtler, Gördeler (ndd.), Gärtier, Gertler, Girtler (österr.)fertigte Ledergürtel (am Gürtel trug man die Gürteltasche; ->Taschner).
Güster, Güstermhd. Variante zu Küster (lat. custos) Küster.
Gyseler Viehhändler 
Haack, Haacke, Haacker (ndd. oft)beruht auf innd. hoke, hoker »Höker, Kleinhändler«. Vgl. Bendhaack, Lichthaack, Semmelhaack. Auch Hack und Hackmann (Hamburg).
Haarer (obd.)Flachsbauer oder Flachshändler (mhd. bar »Flachs«).
Haarmacher (ndd.)Verarbeiter von Haaren, Haardeckenmacher; urkdl. Harmekere (1280 Rostock, 1372 Greifswald, 1300 Stralsund, Lübeck).
Häberlein, Heberlein (obd.), Häberle (Württemberg), Haberl (bayr.)meinen den Haberer, Häberer = Haferbauer oder -händler, auch Habermann; dazu Habermayer (wie Gerstenmeier);
Häbler (obd.), Hebelerder mit Hefe handelt. Hebel (mhd. hebel, hevel »Hefe«) hingegen ist Berufs-Übername des Bäckers.
Hächler, Hechler, Hächel (obd.), Hechel(mann)Handwerker, der Flachs und Hanf mit der Hechel bearbeitet.
Häckel, Heckel, Hackl (bayr.), Hacker, Hacker, Heckergemeint ist der Fleischhacker, der Baumhäckel, der Zimmerheckel (mhd. zimber »Bauholz«). Auch Futterhecker, Strohhecker, Geißhecker u.a.; Hecker meint auch den Arbeiter im Weinberg.
Häcker Landarbeiter, Winzer 
Hader, Haderer, Hadermann, Haderbauer, Haderlein, Häderle (alle obd.)soweit nicht der Zänker (mhd. hader »Streit, Zank«) gemeint ist, kommt der Hadern- oder Lumpensammler in Frage.
Häfele, Hefele (obd., alemannisch-schwäbisch)»Hafen«, ein großes (irdenes) Gefäß, Name des Hafners, Töpfers (Hefners). Auch Hafner, Haffner.
Hafenreffer Topfhändler 
Hahm, Hahmemhd. hame »(Eich-)Maß«, der Eichmeister.
Haib(e)l, Haible, Heibel (bayr.), Heubel (thüringisch)Haube, Übername des Haubenmachers.
Hailer, Heiler (obd.), Hoyler (schwäbisch)meint wie -> Geizer und Nonnenmacher den Kastrierer, Sauschneider.
Hake (Hamburg)meint einerseits den Haken wie in fürhake, Ketelhake (als Übername vom Beruf), andererseits aber den Höker, Krämer; heute meist ->Haack.
Halbmeister (obd.)gemeint ist wohl der nicht zünftige Meister.
Hallore Salzsieder 
Halsberger Harnischmacher 
Ham(m)acher, Hamaeker, Hamaker, Hamecker, Hamecher (ndrhein.)ein Sattler, der harne (Halsgeschirr, Kummet) für Zugtiere fertigte.
Hammer, Hammerl, Hämmerle (obd.)Schmied (»Meister Hämmerlein«); desgl. Ham(m)erling, Hemmerling. Auch Kling-, Poch-, Schell-, Schwingehammer; Hammerschmidt, Hemmerschmidt, Hammermeister und Hammermann waren Schmiede in einem Hammerwerk. Hammerer (obd.) = Hammer.
Handschu(h), Handschuch, Handschiegl, HandschühelÜbername des Handschuhmachers (Handschuher, Handschuster). Auch Hansche(macher), Hendeschuch.
Hanf, Hanfft, HampfHanfbauer oder -händler, obd. Hampfner, Hempfner, Henfler, auch Hanfmann; dazu Hanfstengel.
Happ (obd.-rheinisch)Happenmacher, der Winzermesser und Sicheln (mhd. heppe, happe] herstellte.
Har(t)zer, Harzeraus dem Harz; aber obd. = Harzsammler, Pecher.
Haragius Zauberer, Wahrsager 
Harde (ndd.) neben urspr. HerdeHirte.
Haring (ndd.)Hering, Übername des Heringhändlers.
HarnischHarnischmacher, Panzerschmied, Plattner, auch Harnischer, Harnascher (obd.) neben Harnasch (mhd. »eiserne Rüstung«).
Harpator Harfner 
Hartnagel, Hertnagel (obd.), HörtnagelNagelschmied. (-> Nagel)
Haspelwie Haspelmacher der Hersteller von Garnwinden. Auch Hespeler.
Hau(en)schildallgemein verbreiteter Name für Haudegen, Landsknecht, beruflichen Zweikämpfer. Ähnlich Hauenhut (mhd. hut »Helm«), Haurand (rand »Schildrand, Schild«).
Haube, HauberVerfertiger von Hauben als Kopfbedeckung; vgl. Haubenstricker, Haubensack, Haubennestel (Haubenband); aber auch Haubenschmied (München): Verfertiger von eisernen Sturmhauben, Helmen. Auch Haubenreißer, Haubner, Heubner, Heubier, Häubl, Heubel, Heibel.
Hauderer Lohnkutscher 
Hauer, Heuer (obd.)meint meist den Holzhauer. Dazu Komposita wie Baum-, Molden-, Schopenhauer usw.
Hauptmannwar im Mittelalter ein hoher Verwaltungsbeamter (im Fürstentum Schlesien der Vertreter des Landes herrn, meist aus dem Adel und der Ritterschaft), dann auch Bezirkshauptmann.
Hausenblas (österr., Schweiz.)wohl Übername des Buchbinders oder Fischleimsieders (aus der Schwimmblase des Hausen, Familie der Störe).
Hausmann (obd.-rheinisch)mhd. husman, zum Gesinde eines Hauses gehörend = Hausknecht.
Haut(h)ndd. Hoth = Hut, vgl. Fildhaut (Filzhutmacher) und Haudwalker, neben Hot-, Hutwalker. Sonst md. vmd obd. Haut für tierische Haut; Übername des Häute- oder Fellhändlers. Auch Haut(t)mann.
Havemann, Haveme(i)ster (ndd.)Hofmann, Hofmeister, urspr. Hoveman, Hovemester; zu einem Guts- oder Bauernhof gehörend. Ebenso Hafemann, Hafemeister.
Hayer (obd.), HeyerHeger, Hüter, auch Hay, Hey (mhd. heie »Hüter«), neben Holzhey, Halmhey, Grashey.
Heber, Hebertvon Berufs wegen etwas hebt bzw. auflädt (auch Lastträger), vgl. Faßheber, Pflugheber, Stahlheber, Weinheber.
Hecht, Höcht, Höchtl (bayr.), Heekt (ndd.)wie alle Fischnamen meist Übername des Fischers oder Fischhändlers.
Heger (obd.), Hegers (rheinisch)Forstaufseher.
Heidenwerker Teppichweber 
Heiler Beschneider, Feldscher 
Heilig, Heiligmann, HeiligsetzerSchnitzer von Heiligenbildern.
Heimbürge Leichenbestatter 
Heimlichkeitsfeger Abortfeger 
Heinzler Fuhrmann 
Helb (obd.)mhd. helwe »Spreu«, Übername des Dreschers. Auch Helber.
HelfenbeinElfenbeinschnitzer oder -drechsler.
Helmer (bayr., österr.)Helmschmied.
Heppe, Heppel, Hepp(l)er (obd.)Übername des Winzers oder Arbeiters im Weinberg, zu mhd. hepe, heppe, happe »(krummes) Winzermesser«. Auch Hepperle.
Herbarius Kräutermann 
Herberg, HerbergerHerbergswirt (mhd. herberge, eigtl. ein das Heer bergender Ort, dann einfaches Gasthaus o.a., in dem man für die Nacht Unterkunft fand).
Heredt, Höreth, Hiereth (bayr., österr.)siehe Herold.
Heringmeint meist den Heringshändler (mhd. heringer).
Herse (ndd.)siehe Hirse.
Herter (obd.), Hörter (bayr.)mhd. hertaere »Hirte«, z.B. der Gemeindeherde.
Hettler»Ziegenhalter« oder »-hirt«. (->Hirter)
Hetzer (obd.)Jäger, der die Hetzjagd betreibt. Auch Hetzbold.
Heu, HeuerHeubauer oder Schnitter.
Hipp, Hippe, Hippel, Hipper, Hippler (obd.)meint den Waffelbäcker, Hohlhipper (mhd. hipe, hippe »Waffel«), Hippmann den Waffelverkäufer. Auch Hiepp, Hieppner.
HirseHirsebauer oder -händler, desgl. Hirsekorn, Hirsemeyer, Hiersemann, Hiersemenzel.
Hirter (obd.), Hirt, Hirth, Hirtl (bayr.)jemand, der eine Herde (Schafe, Ziegen, Kühe etc.) hütet. (-> Herter)
Hocke (obd.-md.-schlesisch), HuckeHöker, Kleinhändler, Krämer. Auch Höcker, Höckner, Heckner. (->Haack, Haacker)
Hödel Lumpensammler 
Hodemacher, Hodemaker (ndd.)Hutmacher. Vgl. Hodwalker, Hodwelker, Hotwarker, Hotfilter, Hodemann (Hutverkäufer), auch kurz Hodt, Hoth.
Hodenschneider Wundarzt 
HodlerKleinhandel treibender Fuhrmann; auch Hodel.
Hof (f )meister, Havemeister (ndd.)Aufseher über die Hofdienerschaft, das Hofgesinde, auch eines Klosters.
Hoff Schläger (ndd.)Hufschmied.
Hoffmann (Schlesien, Lausitz, Sachsen)neben Scholz, Müller und Schmidt war Hoffmann der häufigste Berufsname, etwa dem westd. und südd. Meier entsprechend, also Gutsverwalter an herrschaftl. Höfen, auch auf Landgütern von Patriziern. Auch hessisch Hobemann, ndd. Havemann (Hamann).
Hoffmuttersmann Milchviehzüchter 
Hoffrichtermhd. hoverichter, Vorsitzender des Hofgerichts, das die Rechtsverhältnisse auf dem Lande regelte.
HohlweinName für den Weinschenk (»hol Wein!«).
Hohn (ndd.)Huhn, Übername des Hühnerhalters, -händlers. Auch Höhnke.
Höker Krämer 
Holk, Holke (ndd.)Führer eines großen Lastschiffes (mit flachem Boden). (-> Prahm)
Hölscher (westfälisch)meint obd. den Holzschuher (Holzschuhmacher), den Verfertiger von kölschen oder holsken. Auch Holschemacher.
HolzhauerWaldarbeiter, Holzhauer, desgl. Holzmann = Holzhändler, Holzmenger.
Holzmenger Holzhändler 
Homer, Hörner (obd.)Ortsname von Hörn, mitunter wohl auch nach dem Beruf des Hornverarbeiters (Horndrechsler und -Schneider), so in Nürnberg, wo die Horner und Kammacher eine Zunft bildeten.
HonigBerufs-Übername des Imkers, Zeidlers bzw. Honigverkäufers. Desgl. Honigmann.
Höpfner, Höppner (ndd.), Höptner, Heptner, Heppner, Hopf(n)er (bayr.)Hopfenbauer oder -händler. Auch Hoppe (ostdeutsch-schlesisch-ndd.).
Hortulanus Gärtner 
HoseBerufs-Übername des Hosenschneiders bzw. -Strickers (gemeint ist die Strumpfhose des Mittelalters).
Hospes/Hospinianus Gastwirt 
Hubschmid (obd.)Schmied als Besitzer einer Hufe (Landwirtschaft), vgl. Hubmüller, Hubmaier, zum Teil zu Hufschmied umgedeutet.
Hucker Krämer 
Hudler, Hudel (obd.)Lumpensammler. Dazu Hudel-, Huttelmeyer.
Hufeisen, HufnagelBerufs-Übernamen des Hufschmieds.
Hufener Kleinbauer 
Huhn (md. und obd.)Übername des Hühnerhalters oder -händlers. Dazu Hühnle, Hühner.
Hümpel (München oft), Humpeier, Hümplerein schlechter, langsamer Arbeiter, Pfuscher oder Hilfsarbeiter; dazu Humpl, Humplmaier.
Hürdler (obd.)mhd. hurdeler »Krämer« (in einer Marktbude).
Huter Hutmacher 
Hüter (obd.)mhd. hüeter »Feldhüter, Aufseher, Wächter« (Baum-, Holz-, Sauhüter). Auch Hütter, soweit nicht zu den Örtlichkeitsnamen auf -hütte (wie Erdhütter).
HüttenrauchKöhler oder Schmied.
Imker Bienenzüchter 
Impressor Drucker 
Inbursator Einnehmer 
Incisor Schneider 
Indusiarius Hemdmacher 
Infector Färber 
Inquilini Einwohner 
Inseß Beisitzer 
Institor Krämer 
Ioculator Gaukler 
Ipser Tüncher 
Ir(c)her (obd.)Weißgerber, der Kalbs-, Schafs- und Ziegenfelle (keltisch irc »Bock«) zu feinen und dünnen Ledersorten verarbeitete.
Iser, Isermann (Hamburg oft)siehe Eiser(mann).
Isler, Ißler (schwäbisch-alemannisch)Eisenhändler. (->Eisele)
Iudex Richter 
jaculator ferarum Jäger, Wildschütz 
Jager (obd.), Jäger, Jägers (ndrhein.)Jäger. Komposita: Garns-, Hasen-, Hühnerjäger usw.
jocator, joculator Spaßmacher, Gaukler 
joellarius Juwelier 
Jopenhauer Hersteller von Holztrögen 
Joppe, Juppe, Jüptner (Schlesien)Übername des Joppenmachers (Joppners).
jopulator Blusenmacher, Rockmacher 
Kaac(k) (Hamburg oft)ndd. Form für Kock = Koch. Ebenso Kaakschlief für Kochlöffel.
Kabel (Hamburg oft)mnd. = Schiffstau, Ankertau; Übername für den Seiler und Reepschläger. Auch Kabelmacher, Langkabel, -kawel.
Kabuzenbauer Kohlbauer 
Kächler, Kachler (alemannisch-schwäbisch)mhd. kacheler »Töpfer«. Dazu Kachel, Kachele.
Kagel, Kageler, Kagelmacher, Kagelmann (ndd.), Kogel, Kogeler (Hamburg), Kugler, Kügler, Kögler (obd.)mhd. gugler, Verfertiger von Kogeln, Kapuzen (am Rock oder Mantel).
Kahn (Hamburg oft)Übername des Kahnschiffers. Auch Kahnke.
KaldaunÜbername des Flecksieders oder Kuttlers.
Kalkbrenner, Kalkberner (ndd.)am Kalkofen Beschäftigte; auch Kalker, Kalcher. Dazu Kalklösch, Kalkoff.
KaltschmidtKupferschmied, Kesselschmied, geht zum Teil mit Kalkschmidt durcheinander.
Kaltschmied Dengler, Sensenschmied 
Kammer, Kammerer, Kämmerer (obd.)Verwalter der Einkünfte, der Schatzkammer (an Höfen, in Gemeinden und Klöstern). Dazu Kammermeister, Kammerschreiber, Kammerknecht, Kammerwächter. Kämmerling (mhd. kemerlinc »Kammerdiener«).
Kämmer, Kemmer (obd.-schlesisch)soweit nicht Kämmerer, ist der Wollkämmer (mhd. kemmer) gemeint.
Kammerjungfer Zofe 
Kamsetzer (obd.)Kamin-, Herd-, Ofensetzer.
Kandier, Kendler (obd.), Kann(e)gießer, Kannegieter, Kannegeter (ndd.)mhd. kandel »Kanne«; zum Gewerbe der Zinngießer gehörend. Dazu auch Kann (Hamburg) neben Half kann.
Kandler Kannengießer 
Kannenbäcker Keramik-Gefäß-Macher 
Kanter, Kanther, Kanters (ndd.-obd.-rheinisch)lat. cantor, der Vorsänger.
Kapp (obd.), Kappe, Käppel(e)Kappenmacher, Kappenschneider, Kapplmacher (mhd. kappe = kogel »Kapuzenmantel, Reisemantel, Bauernkittel; Kappe, Narrenkappe«).
Karche(r), Kärcher, Kercher (Württemberg, Baden, Elsaß)Kärrner, Fuhrknecht. Auch Karrer.
Kardätschenmacher Hersteller von Weberdisteln 
Karter (Württemberg)Wollkrempler, der mit der Karde (mhd. karte ->Kardendistel) die Wolle kämmte oder strich.
Käse, Keese, Käs (obd.), Kaas, Käslein (bayr.), Käsgen (rheinisch)Übername des Käsehändlers bzw. des Käsers (Käsbauern). Dazu Käsmaier, Käsbeitzer, Käsbohrer.
Kästner, Kestner, Köstner (fränkisch-bayr.), Kastner (obd.)eigtl. Verwalter des Kornkastens und, da sich aus den Getreideabgaben die Steuern entwickelten, schließl. Verwalter aller Einkünfte an Fürstenhöfen, Klöstern usw. Dazu obd. Kastenhuber, -meier, -bauer.
Kauderer Werghändler, Flachshausierer 
Kauf(f)mann, Koopmann, Kop(p)mann (ndd.), Koopmanns (ndrhein.)im Mittelalter der Großkaufmann, Kaufherr, im Gegensatz zum Käufler, Höker, Pfragner, Menger, dem Kleinhändler.
Käufei, Kaifei, Käufler, Kaifler (obd.-österr.)Kleinhändler mit Altwaren, Trödler. Dazu Käufer, Kauf.
Kauwertzmhd. ka(u)werzin »Geldwechsler, Wucherer«.
Kaviller Schinder 
Kawertin Geldleiher, Wechsler, Wucherer 
KeilWerkzeug des Holz(be)arbeiters; aber auch für einen Grobian. Desgl. Keilich, Keulich.
Keller, Kellnermhd. kellaere, keller »Kellermeister, Verwalter der Einkünfte« (an Höfen, in Klöstern usw.). Auch ostdeutsch-schlesisch Kellert, Kaller(t).
Keppler, Kepler (obd.)Käppchen- oder Kappenmacher. Variante ist Keppner (Freiburg).
Kerzler, Kerzner (obd.)Kerzenmacher oder Wachszieher. (->Wachs)
Kesselhut, Ketelhot (ndd.)Übername für den Helmschmied bzw. Behelmten.
Kessler, Kettler (ndd.), Kössler (bayr.-fränkisch)der Kesselschmied, Kupferschmied. Dazu die Übernamen Kessel (soweit nicht Flurnamen), Kesselhake (Kesselhaken), Kesselring (über dem Herd).
Ketelbuter Kesselflicker 
Kettner (obd.)Kettenmacher, Kettenschmied.
Kiep, Kiepe (ndd.)Rückentragkorb; Übername des Kiepenheuer, der Kiepen herstellte. Dazu Kieper.
Kimmel (obd.-sächsisch)Kümmel; Übername für Gewürzkrämer oder Kümmelbauer. Alemannisch-schwäbisch Kimmich.
KindermannKindererzieher, Schulmeister.
Kindsmutter Hebamme 
Kirchmeister Küster, Verwalter 
Kirchnermhd. = Küster, Mesner, Kirchendiener.
Kirsch, KirscheÜbername des Kirschenhändlers. Auch Kirschke (schlesisch).
Kistner, Kistler, Kistenmacher, Kistenmaker (ndd.)Tischler, Schreiner.
KittelÜbername des Kittelschneiders. Kittler meint wohl auch den Träger eines Kittels. Auch Kittelmann (schlesisch).
Klagansager Leichenbitter 
Klampfer(er) (obd.-bayr.)Klempner; auch Klampfl, Klämpfl (klampf = Klammer, Haken, klampjen = verklammern. Auch Klemperer, Klemp, Klempe, Klempel.
Kle(i)ber, Klaiber, Kienner (obd.), Kloiber (österr.)Bauhandwerker, der alles »Kleib- und Flickwerk« (Lehmwände) am mittelalterlichen Fachwerkhaus verrichtete.
Klee»Kleewiese«; Übername des Kleebauern. Vgl. Kleemeyer, Kleeschulte, Kleebauer, Kleemann, Springenklee (wie Springinsfeld).
Kleinböttcher Bechermacher 
Kleinschmidt (ost- und nordd.)seine Erzeugnisse waren kleinere Dinge des tägl. Bedarfs wie Nägel, Bohrer, Nadeln, kleine Schlösser, Schellen u. ä. Vgl. dazu Kleinhammer.
Kleremacher Aschenbrenner für Gold-/Silberschmelze 
KlinghammerÜbername des Schmieds. Dazu Klingseis(en). Klingenschmied ist der Messerschmied. Vgl. ->Schellhammer.
Klingsohr (-öhr)»kling ins Ohr!«; Übername des Spielmanns oder Musikanten wie auch Klingauf.
Klippkrämer Holzschuhhändler 
Klocker, Klöcker(s), KlöcknerGlöckner.
Klopfer (obd.), Klöpper (md., ndd.)Handwerker, der mit dem Klöpfl (Klöppel) arbeitete.
Klut(h) (ndd.), Klutmann, Klüt(mann)klut = Erdklumpen, vgl. Klüt(t)enbäcker.
Knapp(e)im Handwerk schlechthin der Geselle, Gehilfe (Tuchknappe, Bergknappe, Mühlknappe). Auch Knecht (Klein-, Gut-, Liebknecht usw.).
Knef (ndd.), Kneif, Kniefmhd. knif »Schustermesser«; Übername des Schusters, wie Knieriem u.a.
Kneveler Bierfahrer 
Knieper (Hamburg), Kniep(e)Handwerker, der mit der Knipe (Kneifzange) arbeitet, wie Schuster, Gürtler, Riemer usw. Auch Knipper.
Knobloch, Knoblich (bes. sächsisch-schlesisch)Übername des Gärtners bzw. Händlers mit Knoblauch. Auch Knoflach (Tirol).
KnöpflerBerufs-Übername für den Knopfmacher.
Knütter (ndd.)Knüpfer, Stricker.
Koch, Köchle (obd.), Köchly (schweiz.), Kock, Koock (ndd.), Köck (bayr.), Kocks (Kochs), Kox (ndrhein.)wie die Kochkunst ist auch der Name (lat. coquus) römischer Herkunft. Auch Kocher (Heidelberg, Straßburg, Schweiz oft).
Kogler Gaukler 
Kohl, Köhl (alemannisch)mhd. kol, köl »Kohl, Kohlkopf«; Übername des Kohlbauern. Spottname: Kohlhase, Kohlhaas. Auch Köhlmeier.
Köhler, Kohler, Kahler, Kahler (ndd.)Köhler oder Kohlenbrenner. Spottname: Rußwurm. Dazu Löschenbrand, Löschenkohl u.a.
Köper (ndd.)»Vorköper«, der Verkäufer, Händler; vgl. Hütköper (Häuteaufkäufer), Pferdeköper, Holt-, Isern-, Wullenköper.
Köpfler Beschneider 
Körber, Kerber (Schlesien, Böhmen, Österr.)Korbflechter, in Österr. auch Körbler, Kerbler, am Niederrhein Korbmacher, Körver, Körfer. Dazu als Berufs-Übername Korb, Kurbel, ndd. Korff, rheinisch Körfgen, neben Kersekorf (Kirschenkorb), Riimekorf.
Kordewanmhd. kurdetvan »Ziegenleder aus Cordoba« (Spanien), auch Schuhe daraus; meint den Schuster, der solches Leder verarbeitete.
Körner (obd.-sächsisch-schlesisch)mhd. »Kornhändler«. Vgl. auch Kornführer (Fuhrmann oder Händler, der Getreide in die Stadt bringt). Dazu Kor(ne)mann, Kornkaufer, Kornmanger, Kornmeister, Kornprobst, Kornmesser, Kornmutter. Auch einfach Korn, Körnle, Körndl; auch als Bauernname wie Kornsack, Feist-, Fürn-, Fes-, Weiz-, Winterkorn usw.
Korssenmeister Kürschner 
Körtzner Kürschner 
KrabbeÜbername des Krabbenfischers oder -händlers.
Krämer, Kramer (obd.-rheinisch), Kramers (ndrhein.), Kremer, Cremerder Krämer (in der Krambude), Kleinhändler, Höker. Vgl. Eisenkrämer, Rohrkrämer. Auch schlesisch-obd. Kromer.
Krämper Trödler 
Kranzler (bayr.-österr.), KränzlerKranzlbinder, desgl. Kränz(e)l, Kränzle, Krenzle, Kranz, Krantz. Dazu Komposita wie Blumen-, Rosen-, Rauten-, Meien-, Golden-, Seidenkranz.
Krapf, Krapfl (obd.), Krappel (schlesisch)Krapfenbäcker.
Kratzer (t) (obd.-schlesisch)Berufs-Übername für Wollkratzer u.a.
Kraut(h), Krautblatt, Krautkopf, Krautstengel, Krautstrunk, KrautwurmÜbernamen für den Krauter (Krautgärtner), ferner Kreuder, Kreuer (Köln), Kreuter, Kräutle.
Krebswie Krabbe wohl Übername des Krebsfängers bzw. Krebsers. Ndd. Kreft, Kraft.
Kreisler Kornfruchthändler 
Kren, Krendl (Österr.-bayr.)Krenbauer, Gemüsehändler (mhd. kren »Meerrettich«).
Kretschmer, Kretschmar, Kretschmeyer, Kretschmann, Kretzschmar (sächsisch), mundartl. Kratschmerin Schlesien, Böhmen, Lausitz, Sachsen die übliche Bezeichnung für den Wirt der Dorfschenke.
Kringel (Krengel), Kringlerwohl Übername des Bäckers.
Kroger, Krüger (ndd.)Bezeichnung für den Besitzer oder Pächter des Dorfkruges. Dazu Krog(mann), Krochmann.
Kromer (md.-obd.)»Krämer«; der Krämer. Dazu Krome, Krömke (ndd.), Kromer.
Krüdener (ndd.)Arzneihändler (Apotheker), der mit Heilkräutern handelt. Dazu als Übername Krude (Hamburg).
Krugbäcker Töpfer 
Krügel, KrügleKrug-, Geschirrhändler, -hausierer.
Krumbholz (Sachsen, Bayern, Österr.)alter Übername des Wagners (wie Nabholz). Auch Krummacher (Westfalen), Krummhauer, Krummheuer (ndd.).
Krumbhorn (obd.)wohl zu mhd. hörn als Blashorn; Übername des Hornbläsers (Jäger, Nachtwächter, Musiker).
Kübler, Kiebler (obd.), auch Kübel, Kiebelewie Scheffler ein Böttcher, der Kübel, kleine Holzfässer und Wannen anfertigte.
Küchler (obd.)Bäcker, der Küchle (kleine Kuchen) herstellte. Dazu Leb-, Leibküchler, Lebküchner (wie Lebzelter). Als Berufs-Übername: Küchel, Küchle, Kiechle.
Kuder(er), Küderle, Kiderlen (Württemberg)der den rohen Flachs spinnfertig machte und mit Werg (Kuder) und Garn handelte (Kudermann). Auch Kauderer.
Küfermhd. küefer »Hersteller der Kufen« (Holzgefäße besonders für Salz). Auch Küper, Küpers, Küppner, Küf(f)ner, Kümper (ndd.), Kumpfer, Kümpfer, Kimpfler.
Kümmer Küfer 
Kumper Färbergeselle 
Kunkelmacher Spinnrockenmacher 
Kupfer, Küpferle, Kopper (ndd.), Kupper (md.)Übername des Kupferschmieds bzw. des Kupferhändlers.
Kürbenzeiner Korbflechter 
Kurkeler Holzschuhmacher 
Kürschner, Kürssner, Ki(e)rschner (obd.-md.-schlesisch)der Kürschner (mhd. kürsen »Pelzrock«) ndd. entspricht -> Pelzer.
Küster Meßner 
Küter, Küther (ndd.)Schlachter im Küterhaus (in Hamburg z.B. am Küterwall), der auch Eingeweide, Fett und Abfälle verarbeitete. Obd.-md.-schlesisch entspricht Kuttler, Küttler (zu mhd. kutel). Im Rheinland auch Küttel-, Köttelwesch (Kuttelwascher).
Laaber Käsemacher 
Laborator Arbeiter 
Lacticinator Melker 
Lademacher (obd.) Lademaker (ndd.)Tischler, der Laden, Truhen u. ä. herstellte.
Lagantor Flaschenmacher 
Lägelner Böttcher 
Laible, Laiblin (Württemberg) wie LaibÜbername für Bäcker (mhd. leip »Brotlaib«).
Lakenmacher, Ladenmaker (ndd.)Tuchmacher, wie Lakenscherer, Lakensnider den Tuchscherer meint. Auch Lademaker (ndrhein.).
Laminarius Spengler, Blechschmied 
Lampart Geldwechsler 
Lanifex Tuchmacher 
Lanio Knochenhauer, Metzger 
Lanitextor Tuchmacher 
Lapicida Steinmetz 
Lapidarius Steinbrecher 
Lapper Flickschuster 
Lapsator Schleifer 
Lasiterer Salpetergräber 
Laterator Ziegelbrenner 
Lauer, Laur (obd.)zum Teil von mhd. lower »Lohgerber«, vgl. die Lauergasse in Speyer.
Läufer, Vorläuferlaufender Diener, Bote (Eilbote), auch in städt. Diensten. Auch Löper (ndd.).
Laußer (württemb.-bayr.)mhd. laßer »Aderlasser«; Zunft der Bader und Laußer 1331 in Eßlingen. Auch Lausser, Lasser, Laßer.
Lautfahrer Hausierer 
Lavandarius Wäscher 
Lax, Lass (ndd.)Lachs; Fischer- oder Fischhändlername. Dazu Lax-, Lachsgang (gang = ganger »Händler«).
Leber (obd.)wohl Übername des Fleischers (vgl. Leberwurst), wenn nicht von ahd. leber »Binse«, vgl. Abgaben an »leber und har« (Flachs).
Lebzelter (obd.)Lebküchler (mhd. leb(e)kuoche »Lebkuchen«).
Leder, Lederer (obd.)Gerber bzw. Ledermann: der Lederhändler. Dazu Lederle, Lederbiß, Lederbalg u. ä.
Lefeber (französisch Lefevre)Schmied.
Leg(e)ler, Lägeier, Logier (bayr.)ein Böttcher, der kleine Holzgefäße (mhd. laegel, legel), besonders für Wein und Most, herstellte. Auch Legel, Lägel.
Leichenbitter Leichenlader 
Leichter (obd.)Kastrierer (Gelzenleichter u.a.), von mhd. lihten »kastrieren«. Variante: Leichtner, Lichter(s)(rhein.).
Leimenführer Lehmfahrer 
Leinreiter Schleppreiter für Schiffe 
Leinwater (obd.)mhd. linwater »Leineweber«, Leinwandhändler.
Leirer, Leyrer, Leyerle (obd.)Spielmannsname (mhd. lire »Leier«).
Leis(s)ler (Hessen, Frankfurt)Übername des Wagners, bayr.-schwäbisch -»Leuchsner, zu Leuchse (Leuxel, Leißel) = Runge: Stemmleiste am Leiterwagen. Auch Leusler.
LeistÜbername des Schuhmachers (vgl. Leistenmacher, -schneider).
Leiterer Fuhrleute 
Leitgeb Schenkwirt 
Leitgeb, Leitgeber, Leutgeb(er), Leutgäb, Leitgebel (obd.)mhd. litgebe »Schenkwirt« (Schankwirt).
Lena/Leno Kupplerin/Kuppler 
Lep(p)lermnd. lepeler »Löffler«, der hölzerne Löffel schnitzte. Dazu als Übername: Lepel(l), Läpel.
Lepper Flickschuster 
Lepper, Leppers (rheinisch)mnd. lepper »Flickschuster«, der Lappen aufsetzte. Dazu obd. Lepple, Läpple. (->Limmel)
Lerch, Lerchel, Lerchenzagel (Lerchengsang)Vogelhändler. Auch ndd. Lewark.
Lersemnd. lerse, war ein langer Lederstrumpf, den der Lers(e)ner herstellte. Auch Lersch.
Lersner Lederhosen- und Schaftstiefelmacher 
Leuchsner, Leuxner, Leixner (obd.-bayr.)Wagner, Stellmacher, der Leuchsen (Rungen) herstellte, die hölzernen Stützleisten am Leiter- oder Kastenwagen. Leuchsenring, verschliffen Leisering (thüringisch): meint den eisernen Ring an den Leuchsen (Rungen).
liber baro Freiherr 
Librarius Buchhändler 
Libripens Waagemeister 
Lichtwark (Hamburg, Rostock)mnd. lichtwerk »Lichtwirker, Kerzengießer«. Auch Lichtwerk, Lichtwert, Lichtwart, Lichtwaldt.
Lictor Büttel, Stockmeister, Stadtknecht 
Ligator Faßbinder, Böttcher 
Lignarius Zimmermann 
Limbolarius Posamentenmacher 
Limmel (obd.)mhd. limbel, limmel »Schuhflecken, Lappen«, also Übername für Flickschuster, oder aber für schlappe Menschen (Lümmel). (->Lepper)
Linarius Flachs- und Werghändler 
Linifex Leinweber 
Linneweber (ndd.)Leinenweber.
Lintearius Flachs- und Werghändler 
Lipper Beschneider 
LitfaßObstwein- oder Mostfaß (mhd. lit »Most«), also Übername des Leitgebs (Schankwirts).
Liticen Zinkenbläser, Spielmann 
Lobedanz (Sachsen)Reigenführer, Tanzlehrer.
Lobmüller, Lobmiller (obd.)Lohmüller, der aus Eichenrinde Lohe für die Gerber herstellte. Dazu auch Lober, Löber (mhd. lower »Gerber«). (->Lohstöter)
Lode, Lödel (obd.)Lodenweber. Dazu Loder(er), Lodner.
Lodex Stückweber, Mantelmacher 
Löffler, Leffler (obd.-schlesisch), Löpeler (ndd.)mhd. leffler, der Hersteller hölzerner Löffel; Zinnlöffel waren eine Ausnahme. Löffelmann = Hausierer mit Löffeln. Dazu als Übername Löffel, Leffel, ndd. Lepel.
Löher (obd.), Löhrer (ndrhein.)Lohgerber. Auch Löhr (Hamburg oft).
Lohner (obd.)mhd. löner »Tagelöhner«.
Lohstöter (ndd.)Gerberlohe im kleinen verkaufte, wie Splettstöter, der mit Holzscheiten und Schindeln handelte. Lohstampfer ist der Inhaber einer Lohmühle, in der Eichenrinde zu Gerberlohe verarbeitet wurde. (->Lobmüller)
Lorarius Riemenschneider 
Lorbe(e)rGewürzkrämer.
Losbäcker Weißbrotbäcker 
Losch (Hamburg oft)dürfte den Loschmacher meinen; mnd. lösche = kostbares (rot gefärbtes, rückseitig weißes) Leder.
Löschenbranddürfte wie Löschenkol Berufs-Übername sein; mhd. brant »Feuersbrunst«. Löschenkohl meint den Köhler (bzw. den Schmied).
Löscher Weißgerber 
Luchtenmacher Laternenmacher 
Ludimoderator Lehrer der unteren Klassen 
Lumpemhd. = »Lumpen, Fetzen«; der Lumpensammler.
Lupper Beschneider 
Lutorissa Wäscherin 
Lychnopoeus Kerzenzieher 
Mächler (obd.)mhd. mecheler »Mäkler, Unterkäufer«.
Mactator Fleischer 
Mader, Mäder (obd.)mhd. = »Mäher«, auch Mahder, Mähder, Heumader, Grasmeder. Auch Meder(le).
Magister Meister, Lehrer 
Magister civium Bürgermeister 
Magus Zauberer 
Mahl, Mählmann (Hamburg oft)ndd. Form wie Möhl, Möhlmann für Mühle, Mühlmann, nach Wohnstätte bzw. Beruf.
Mählerrheinische Form für Mahler, der Maler. Im Mittelalter waren Maler und Glaser verwandte Berufe (Zunftgenossen), insofern sie auch bunte Glasfenster malten. Auch Möhler (München oft), Mehler (rheinisch-hessisch).
MahlmannMüllergehilfe wie Mahlknecht gegenüber dem Mahlmeister. (-> Mählmann)
Maier, Mayer (obd.), Meyer, Meier (bes. in WestfalenHannover)urspr. der major villae oder villicits, im alten Frankreich der Beauftragte des (adligen oder geistlichen) Grundherrn, der den Haupt-Gutshof bewirtschaftete, später auch die Verwalter bzw. Pächter kleinerer Höfe, mit Aufsicht über das bäuerl. Abgabewesen; schließl. auch Erbpächter. Hessen kennt nur Grebe (Graf), Franken bis Schlesien nur Hofmann, Hoffmann. Dazu zahlr. Komposita: Linsen-, Haber-, Gerstenmaier; Bichel-, Loch-, Pfitz-, Lettenmaier; Brink-, Brock-, Lohmeyer; Bege-, Dütenmeyer wie Laber-, Vilsmayer. In bayr. Namen ist -maier auch zu -mär, -mer verschliffen, so Hanselmar, Hiebmer, Hummer, Sellmer, Stromer, Wimmer.
Malleator Hammerschmied 
Mälzer, Melzer (bes. schlesisch-sächsisch)mhd. melzer »Malzbereiter«.
Mandrita Hirte, Mönch 
Manger, Mangers (rheinisch), Mengermhd. mangaere »Händler, Krämer«. Auch obd. Mengel neben Meng(e)ler.
Mansuarius Hufener, Kleinbauer 
Mäntler, Mentler (obd.-schlesisch)Hersteller und Verkäufer von Mänteln oder mantelähnlichen Überkleidern, der auch mit altem Gewand handelte.
Marcellarius Fleischer 
Marinarius Schiffer, Matrose 
Marner (obd.)Schiffmann, Schiffer (mittellateinisch marinarius).
Marpahis Stallmeister 
Marschall, Marschalckeigtl. Pferdeknecht, dann Stallmeister, im Mittelalter ein Hofbeamter (wie Truchseß, Schenk und Kämmerer) mit Aufsicht über Marstall und Hofmannschaft. Marsteller = Pferde-, Stallknecht.
Marsuparius Taschenmacher 
Massarius Meier 
Materialista Händler 
Matiarius Wurstmacher 
Mattenmacher Matratzenmacher 
MauserMäusefänger, auch Meuser, Muser (alemannisch).
Maut(n)er (bayr.-österr.)mhd. mütaere »Maut-Einnehmer, Zöllner«. Dazu Mauthe.
Me(t)zgerallg. obd. Bezeichnung für den Schlachter oder Fleischer. Auch Metzler (württemb., mittelrheinisch).
Mechanicus Handwerker 
Mechler (obd.)ndd. Mekeler, der Makler, Unterkäufer. Auch Meckler. (->-Mächler)
MehlÜbername für den Melber oder Mehlmann, Mehlführer, Mehlstöter, Mehlhändler bzw. für den Müller. Dazu Mehlsack, Mehlhose, Mehlhase, Mehlstäubl; Mehltretter (Spottname wie Blumen-, Rosentreter). Auch Mölber (bayr.), Melbert, Mölberts.
Meister (lat. magister]meist Handwerks- oder Zunftmeister; auch (wie urspr.) Anrede, Titel für Gelehrte, besonders Ärzte. Auch Me(e)ster (ndd.), Meistermann, Mestermann, Meisterknecht, Meesterknecht (Obergeselle). In Westfalen Meisterin. Auch viele Komposita: Bacmeister, Küchenmeister, Gildemeister, Baumeister, Hofmeister, Bürgermeister, Bliedemeister, Werkmeister.
Melber Mehlhändler 
Melk (ndd.)Milch; der Milchhändler bzw. Melker.
Mellicida Bienenzüchter 
Membranarius Pergamentmacher 
Mendicus Bettler 
Menger Händler 
Mensator Tischler, Tafelmacher 
Mercator Kaufmann 
Meretrix Dirne 
Merzler Krämer 
Merzler (obd.)Kaufmann, Krämer.
Messer (obd.), Messerer, Messerschmitt, Messerschmidtder Messerschmied. Auch Messerle.
MessingMessingschläger (Kaltschmied) oder Messingbrenner. Auch Messinger.
Meßmer, Mesmer (alemannisch-schwäbisch), Meßner, MesnerKüster, Kirchendiener. (-> Kirchner)
Messor, Metator Messer, Prüfer 
Mestner (obd.-schlesisch)der »mit der mesten« hantierte; mhd. meste »Hohlmaß« (Salzmeste, Mehlmeste); also wohl der Hersteller solcher Meßbehälter oder Prüfer.
Methfessel (obd.)Methsieder oder Metgeb, mnd. auch metbriuwe »Metbräuer«.
Metzner (schlesisch, sächsisch oft, auch bayr., österr.)mhd. metze = ein kleineres Trockenmaß für Korn, Mehl u. dgl. (gegenüber dem größeren Scheffel). Also Berufsname für den Hersteller von Metzen; auch der Müllergehilfe, der den Mahllohn des Müllers mit der Metze abmaß. Mundartl. Matzner.
Mietling Tagelöhner 
Milch, Milchli, MilcherMilchhändler, neben Butter-, Fett-, Sauer-, Süßmilch (ndd. Sötmelk), Schlegelmilch (mhd. = »Buttermilch«),
Miles Soldat, Ritter 
Minutor Aderlasser 
Moh(n)haupt, Mohnkopf, Mohnsam, Mohnkern, Mohnsack, MohnbüchseBerufs-Übernamen des Mohngärtners bzw. Mohnhändlers, Mohnkrämers.
Möhl(e), Möhlmann (ndd.)der an der Mühle wohnt oder in ihr tätig ist; auch Mähl(mann).
MohrenstecherKastrierer (mhd. more »Zuchtsau«).
Moldenhauer Holztrogmacher 
Moldenhauer, Mollenhauer (Hamburg oft)ein Vertreter des Holzgewerbes, der Mulden zuhaute, besonders die länglichen Back- und Fleischtröge. Desgl. Möldner, Müldner. Dazu Moll(e).
Molendarius/Molitor Müller 
Molt(mann)ndd. wie Molter, Mölter, auch Multer = obd. Mälzer, Melzer, der Malzbereiter.
Most (obd.)Mostbereiter; desgl. Sauermost, Mosthaf (Mosttopf). Auch Mostert, Mustert.
Mühl, Mühlewie ndd. ->Möhl, nach der Wohnstätte oder Tätigkeit. Dazu Mühlmann = Mühlmeister.
Mührer, Mührmann (ndd.)Maurer.
Müller, Miller (obd.-bayr.), Möller (ndd.), Moller, Müllner (Wien), Milner, Molneraus lat. molinarius; die Häufigkeit des Namens ist durch zahlreiche dörfl. und städt. Mühlen bedingt; auch Mühlenbesitzer und Pächter konnten Müller genannt werden.
Multerer (obd.-bayr.)zu mhd. muolter »Mulde« oder zu multer »Mahllohn«.
Münchmeyer (ndd. Mönkemeyer)war der Verwalter eines Mönchs- oder Klosterhofes.
Mundeburdus Vormund 
Münzer, Munter (ndd.)Geldpräger, Münzberechtigte und Geldwechsler. Auch Münzmeister.
Murarius Maurer 
Mutschler, Mütschler, Mütschel, Mutschelknaus (Württemberg)meint den Mutschelbäcker (Mutzenbäcker), mhd. mutsche, mutschel, mütschelin, mutze, mützel »längliches Weißbrot, Brötchen«. Auch Mutz, Mutzl (obd.).
Mutter, Mutterer, Mütter (obd.)mhd. mutte, mütte »Scheffel, Kornmaß«. Vgl. Salzmutter (Salzmesser) und Kornmutter (Kornmesser).
Naber Bohrerschmied 
Nabholz (obd.)Übername des Wagners, Stell- oder Radmachers, der die Radnaben (aus härtestem Holz) mit dem nabeger (Bohrer) fertigte; auch Nabenhauer, Nabenmacher, Nahmmacher, Nebiger, Negwer genannt; dazu Nabe.
Nachtkönig, Nachtmeister Kehrrichtlader 
Nadler Nadelmacher oder -händler 
Nadler (obd.)Nadelmacher. Auch Nolder, Nadele.
Nagelverbreiteter Übername des Nagelschmieds, wie Hufnagel, Kupfernagel usw. Auch Nagler, Nagelschmidt. Obd. Nägele(n), Nägeli, kontrahiert Nail, Neu. Ferner Bruch-, Hert-, Haar-, Dör-, Kolde-, Platen-, Faß-, Noth-, Roß-, Runk-, Schar-, Silber-, Spitznagel.
Napp (ndd.), Napf (obd.)Übername des Napfmachers, des Drechslers hölzerner Schüsseln.
Nät(h)er, Nether, Nathermhd. näter »Näher«. Vgl. Seidennater, Seidennader, Seidennäher. Auch Näher, Neher, Neier, Nader, Näder, Neger, Nager (obd.).
Nauta Schiffer 
Navector Fährmann 
Negotiant Kaufmann 
Nestlerlieferte die Schnürbänder (mhd. nestel] für Mieder, Hauben und Schuhe; auch Neßler. Vgl. Haubennestel, Nestelmann. Dazu auch Nestle, Nestel.
Netor/Netrix Näher/Näherin 
Neumeisterneu zugezogene Handwerksmeister.
Neuwirtder neue Wirt (mhd. wirt »Hausherr«, dann auch »Gastwirt«).
Neygerin Näherin 
Nigromanticus Schwarzkünstler, Zauberer 
Nonnenmacher Kastrierer 
Nopperein Gehilfe des Tuchmachers, der das Tuch von Noppen (Wollknötchen) reinigte. Auch Noppers (rheinisch), Nopp, Noppel.
Noster, NüsterÜbername des Rosenkranzmachers. Auch Ternoster, Nosterer, Nusterer. (-> Paternoster)
Notararius Notar, Schreiber 
Nummularius Münzer, Münzschneider 
Nuntius Bote 
Nuscheier (obd.)Hersteller von Spangen, Schnallen (mhd. nusche, nüschel). Auch Neuschi, Neuschler.
Nutrix Amme 
Obentürer Edelsteinhändler 
Obsequa Magd 
Obst (schlesisch oft)Berufs-Übername des Obsthändlers, Öbsters, mhd. obeßer. Auch Obster, Obsner, Obsler, Öbser, Obesser.
Obstetrix Hebamme 
Ochs (obd.), Osse (ndd.)Übername des Öchsners, des mit Ochsen pflügenden Bauern bzw. des Viehhändlers. Desgl. Öchsle, Öchsler, öxle (schwäbisch), öchslen, entrundet Echsle, Exle, Exler. Dazu Ochsenbein, Ochsenfuß, Ochsenkopf (ndd. Ossenkopp), Ochsenknecht usw.
Oenopola Weinschenk 
Of(f)ener, Öf(f)ner (obd.)mhd. ovener »Ofensetzer«. Dazu als Übername Öfele (schwäbisch).
Ofentürer Edelsteinhändler 
Official Amtmann, Beauftragter 
Öhler (obd.), Oller (München oft)Ölmüller (mhd. öler}. Auch Ohleyer (mhd. oleier). Dafür ndd. Ohlenschlager, Ollenhauer, Ollenschläger, Öhl(en)schläger, ndrhein. Ohligschlager, Ohligschläger. Öhlschlegel ist obd., Ohligmacher westdeutsch. Öhlmann (wie ndd. öhlstöter) meint den Ölhändler.
Ohmer (München)Visierer, Eichmeister (mhd. ame, ome »Eichmaß«).
Oldbuter/Oldkitter Flickschuster 
Olearius Ölschläger oder -stampfer 
Omenträger Lastträger 
Operarius/Operator Arbeiter 
Opfermann (hochd.), Offermann(s) (rheinisch), Oppermann (ndd.-westfälisch-nordhessisch)Bezeichnung des Küsters (Kirchendieners), der das Kirchenopfer einsammelt.
Opifex Handwerker 
Opilio Schäfer 
OrglerOrgelbauer.
Ostiarius Beschließer, Torwächter 
Pagensis Einwohner (im Dorf) 
Pagenstecher Fohlenbeschneider 
Pahl (ndd.)Pfahl; Übername des (in Seestädten unentbehrlichen) palstöter, der das Einrammen von Pfählen bei Wasserbauten besorgte. Auch Pahlke (Hamburg), Pahlmann.
Palestermacher Armbrustmacher 
Panifex Bäcker 
Pann (ndrhein., ndd.), Pfanne (obd.)Pannemaker, der Pfannen (auch Dachziegel) herstellte. Auch Pannenschläger, Pannenschmied (vgl. die Pfannen und Kessel der Brauer).
Pannarius Tüchermacher 
Pannicida Tuch- oder Gewandschneider 
Pantbereiter Bandweber 
Pantinenmacher Holzschuhmacher 
Pantopola Großhändler 
Panzer (München oft)Berufs-Übername des Panzerschmieds; obd. auch Ban(t)zer, Panzner.
Papyrifex Papierarbeiter 
Paradeiser Gärtner 
Parapluiemacher Regenschirmmacher 
Parasolmacher Sonnenschirmmacher 
Parierschwäbische Baumeister- und Bildhauerfamilie des 14. Jhs., für französisch parier: Sprecher bzw. Vorarbeiter einer Bauhütte (vgl. Polier).
Pariserarbeiter Arbeiter unechter Goldwaren 
Parochus Pfarrer 
Parucker, Barucker, Paraker (obd.)Perückenmacher.
Past (bayr.)der mit Bast arbeitete, Bastmatten flocht.
Pastellator Pfannenschmied 
Pasterna(c)k, Pastinakeine Wiesen- und Heilpflanze; Übername des Kräuterhändlers.
Pastor Hirte, Pfarrer 
Patein (Hamburg)Hersteller von Patinen, Pantoffelmacher.
Paternoster»Vaterunser«; meint den Hersteller von Rosenkränzen (Betschnüren). (->Nosterer)
Paur Bauer 
Pecher, obd.Pechsammler oder Pechsieder. Pechlöffel meint den Pecharbeiter.
Pectinator Wollkämmer 
Pel(t)zer, Pel(t)z (nordd.)Kürschner. Auch Pelzl (bayr.österr.), Pil(t)zer. (->Beltz)
Pellifex/Pellificator/Pellio Kürschner 
Pelvarius/Pelvifex Beckenmacher, Kesselschmied 
Pelzer Kürschner 
Penesticus Trödler 
Penning (ndd.)Pfennig; teils auf Abgaben (Steuern) bezogen, teils Übername des Krämers, der mit Pfennigware handelte.
Pensator Eichbeamter 
Peper, Pepper (ndd.)Pfeffer, wie Peperkorn, Pepersack u.a.; Übername des Pfefferhändlers, Gewürzkrämers. Dazu auch Pepperling.
Perator Taschenmacher 
Perckmeister Bergmeister 
Permenterim Mittelalter die übliche Bezeichnung des Pergamentmachers (ndd. auch Parmentere).
Peucker(t), Peickert (schlesisch,- sächsisch)meint den Paukenschläger, obd. Pauker. Die Pauker gehörten mit den Pfeifern und Fiedlern zu den Stadtmusikanten.
Pfaidler Hemdmacher 
Pfänder, Pfender (obd.), mundartl. Fender (schlesisch)Beamter, der durch Gerichtsdiener von den Schuldnern Pfänder einziehen ließ; Gerichtsvollzieher.
Pfandl, Pfandler, Pfannl (obd.-bayr.)Übername des Pfannenherstellers. Dazu Pfann(en)schmidt.
Pfann (Nürnberg zahlr.)Übername des Pfannenschmieds (Braupfannen u.a.), mitunter wohl auch des Salzpfänners. Dazu Pfanner (österr., Schweiz.), Pfann(en)stiel (obd.).
Pfännermhd. phenner »Salzpfänner«; Besitzer eines Pfannhauses (Sudhütte). Auch Penner(s) (ndd.).
Pfeffer, Pfefferle, Pfefferlein, Pfefferkorn, Pfeffersack (auch Spottname für den Kaufmann), Pfefferling, Pfeffer (rheinisch), Pföffer(l) (bayr.)Übernamen des Gewürzkrämers. (-> Peper)
Pfeidler, Pfaidler (bayr., österr.), Pfeitlerwaren Hemdenmacher im allgemeinen Sinn (mhd. pfeit, Lehnwort aus griech. baite »Hirtenrock«).
Pfeif(f)er, Peifer (rheinisch), Peiper(s) (ndrhein.), Pie(e)per(s) (ndd.), Pfeuffer (fränkisch)zur Zunft der Spielleute und Stadtmusikanten gehörend.
Pfeilsticker, Pfeilstücker, Pfeilstöcker, Pielsticker (ndd.), Pfeil, Pfeiler, Fiel (Pyl)gemeint sind die Pfeilschnitzer, die Geschosse für den Bogen herstellten. Die eisernen Spitzen dazu lieferte der Pfeilschmidt (Pfeilschmied).
Pferdmenges (rheinisch)Pferdehändler, Roßtäuscher.
Pfettenhauer (rheinisch-obd.)Übername des Zimmermanns, der »Pfetten« (Dachbalken) zuhaut. Dazu auch Pfattner, Pfettner.
Pfetzer (obd.), Fetzer (Württemberg oft)der mit Fetzen, Lumpen zu tun hat (Lumpensammler, Lumpenreißer).
Pfister, Pfisterer (obd., Württemberg oft)mundartl. Bäcker, aus lat. pistor.
Pflästerer (obd.), Plästerer, Plaster (ndd.)seltener Berufsname, da im Mittelalter gepflasterte Straßen eine Ausnahme waren. In Rostock ist 1268 ein Joh. Plaster belegt.
Pflaum (obd.)Pfläumer (Pflaumenverkäufer), in Österr. (Tirol) Pfraumer, ndd. Plümer, Plümecke.
Pflüger, Pflieger, Pflügler, Pflügner, Pfliegner, Pflug, Pfluger, Pflügl, Pfliegl (obd.-bayr.)Pflugmacher oder pflügender Bauer.
Pfragner, Pfrogner (bayr., österr.), Fragnermhd. phragener »Lebensmittelhöker«.
Pfriem, Pfriemer (obd.)»Meister Pfriem«, der Schuster.
Pfülb, Pfülf (obd.)mhd. phülwe »Pfühl, Federkissen«; Übername des Kissenmachers. (->Pölsterl)
Pfünd(e)l, Pund (ndd)Übername des städtischen Waagemeisters oder auch des Großkaufmanns. Dazu bayr. Pfundmay(e)r, verschliffen Pfundmer, Pfund(n)er.
Pharmacopola Apotheker, Salbenhändler 
Phlebotomarius Aderlasser 
Pictaciarius Flicker 
Pictor Maler 
Pilearius/Pileo Hutmacher 
Pilz, Piltz (schlesisch, sächsisch)Übername des Pilzsammlers oder Pilzverkäufers.
Pink(e)pank (nordd.), Binkebank (obd.)Übername des Schmieds (nach dem metallischen Klang der Hammerschläge. Pinkernelle (Hamburg, Hannover) ist Pinkernagel und meint den Nagelschmied (vgl. Wackernell, Wackeraagel).
Pirmeider Pergamentmacher 
Piscator Fischer 
Pistor Bäcker 
Plastes Bildhauer,-schnitzer 
Plate, Platte, Plattnermhd. blate, plate »metallener Brustharnisch, Plattenpanzer«; Übername des Plattners (mhd. blatener). Auch Plathner (München), Pletl (bayr.).
Plebanus Pfarrer 
Pleister (Hamburg, Hannover)ndd. pleistern »mit Kalk verputzen«.
Pleyer (obd., bayr., österr.)mhd. blier (Bleyer) »Bleischmelzer« (vgl. Pley-, Bleymann).
Plücker (ndd.)Pflücker; mnd. plucken »pflücken und im Kleinhandel verkaufen«. Dazu ndd. Plückhahn.
Plumbarius Zinngießer 
Poeta Dichter 
Pogatsche(r), Pogatschnig (österr.)Kuchenbäcker (zu slowenisch pogätscha »Kuchenbrot, Striezel«).
Polentarius Malzmüller,Brauknecht 
Polio Plattner 
Pollinctor Leichenbestatter 
Polster, Pölsterl (bayr., österr.)Übername des Polsterers (Handwerker, der Möbel polsterte) und Kissenmachers.
Pölzl, Pelzl (bayr., österr.)Bölzel, Bolzen; Übername des Bolzenmachers (für die Armbrust). Auch Pölz (München oft), Boltz (obd.).
Pomarius Obsthändler 
Pontifex Bischof 
Popinarius Garkoch 
Porr, PorrmannGemüsehändler, zu mhd. porre »Lauch«. Auch Pforr.
Post (Hamburg oft)ndd. post »Pfosten«; Übername des Zimmermanns wie Pahl, Stender, Balke u. ä.
Pott (Hamburg, Düsseldorf oft)Übername für den Pottgießer, Pottgieter (ndd. pott »Topf«) und den Pötter (Pöttker, Pöttger, Pöttjer), auch Pottbecker für den Töpfer.
Praeceptor Schulmeister 
Praeco Ausrufer 
Praefectus Verwalter,Vogt 
Praepositus Propst 
Praester Vorsteher 
Praetor Verwalter, Bürgermeister 
Prahm (Hamburg oft)Übername des Prahmschiffers; mnd. präm ist ein geräumiger Lastkahn (ohne Kiel).
Praxator Brauer 
Praxl (bayr., österr.)Aushelfer oder Tagelöhner.
Prehn (Hamburg oft)mnd. pren »Schusterahle«; also Übername des Schusters (wie Pfriem).
Preiser (obd.-bayr.)mhd. briser »Schnürsenkel-, Bortenwirker«; dazu Preiswerk, Preisschuh (mhd. brisschuoch »Schnürschuh«.
Presser Drucker 
Pretl (bayr., österr.)meint wie Preter den Breiterer oder Brettschneider, seltener den Brettspieler.
Pretz(e)lmeint, soweit obd., wie Bretzel den Bretzler (Bäcker).
Preu (bayr.), Preuer, Prey (österr.), Preyer, Preyherrsiehe Brauer.
Priester, Priesterjahn, Freister (ndd.), Presterurspr. Gemeindeältester (griech.-lat. presbyter). Vgl. Pfaff (Paap), Pfarr, Prior usw.
Procarius Schweinehirt 
Procurator Stellvertreter, Fürsprecher 
Promocondus Kellermeister, Schaffner 
Promus Küchenmeister 
Proreta Schiffsführer 
provisor puerorum Vormund 
Proxeneta Zwischenhändler 
Prüter, Pruter (Mecklenburg oft, Hamburg)in SchleswigHolstein meint Pruter einen »Pfuscher im Handwerk«, prutern »nachlässig arbeiten, pfuschen«.
Puchveler Pergamentmacher 
Puer exercitus Troßbube 
Puls (Hamburg und Mecklenburg oft)mnd. puls (puls-stock) »Stange mit Holzklotz, um Fische ins Netz zu treiben«.
PulverÜbername für Pulvermacher, Pulvermann, Pulvermüller.
Pündtner (obd.)mhd. büntener »Kürschner« (Buntmacher, zu bunt »gestreiftes Pelzwerk«).
Püster (ndd.)Blasebalg.
Pütner Böttcher 
Putzmacher Modist 
quaestionarius Folterer, Henker 
Quan(d)t (Hamburg oft)mnd. = »Schelm, Schalk«, ostfriesisch »pfiffiger Kerl«.
Quartiersmann Packer, Lagerhalter 
Quast (Hamburg, Rostock, Düsseldorf)Übername des Baders (Badstöwers), der mit dem Büschel, Laubwedel (mnd. quast) die Badenden bearbeitete; gemeint ist aber auch der Quastbinder, der breite, bürstenartige Pinsel herstellte. Auch Quest, Questl (Bayern), Quester.
Quetschermhd. quetzer »Münzpräger«.
Quinterner Spieler der kleinen, mit nur fünf Seiten bespannten Laute, der Quinterne 
Racker, Rackers (ndrhein.-westfälisch)kontrahiert aus Rädeker = Rademaker, Wagner, Stellmacher.
Rademacher (neben älterem Rademaker)ist die ndd. Bezeichnung für den Stellmacher oder Wagner, kontrahiert: Ra(h)maker(s), Ramacher(s), Ramecker(s), Rademächers. Auch Radler, Rädler, Rädle, Redler, Redl (bayr.).
Raiser (obd.)mhd. reisige »berittener Söldner«, der Reisige (Landsknecht). Zum Teil auch Herkunftsname.
Ranft, Ränft(e)l (obd.-schlesisch.), Rampft»Brotrinde, Brotkanten« (ndd. Knust); deutlich in Hartrampf (»harter Ranft«); Übername des kümmerlich Lebenden.
Räuchlin, ReuchlinRauch der Schmiedeesse, also Übername des Schmieds. Auch Räuchle, schwäbisch Raichle.
Reber (obd.)wohl Weinreber, der Weinbauer (wie Rebmann).
Rechenmacher (bayr. oft)(mhd. reche »Rechen, Harke«) Berufsname bes. für die Gras- und Heuernte.
Recknagel (thüringisch)kann Schmiedename sein wie Reckeisen, kann aber auch obszön gemeint sein, da Nagel und Zein (»Stäbchen«) auch Penis bedeuten (vgl. Stülpnagel). Ähnlich Zagel »Schwanz«.
Reddig (Hamburg oft), auch Reddichmnd. redik »Rettich«; Übername des Gemüsehändlers.
Reddituarius Pächter 
Redeker (verschliffen Reker)siehe Rademacher.
Redemptor Händler 
Reeder Schiffseigner 
Reff, Reffle (obd.)mhd. ref(f) »Kiepe, Rückentraggestell« des Hausierers oder Trägers (Reffträger).
Reffler (obd.)mhd. reveler »Schuhflicker«.
Rehm (Hamburg oft), Rehmemnd. reme »Riemen«; Übername des Riemenschneiders (remensnider, remenmaker, remensleger). Auch Rehmer, Reemer (ndd.). Aber obd. Rehm beruht auf mhd. reme (Variante zu rame) und bedeutet Stütze, Gestell, Webrahmen.
Reiber (obd.)mhd. riber »Reiber, Baderknecht«.
Reider Schwertfeger,der die Degengriffe anbringt 
Reif, Reiff (München oft)gehört als »Faßreifen« zum Böttchergewerbe; also der Hersteller von Faßreifen (Bandschneider).
Reifenstuel (München)Übername des Stuhlmachers (mhd. reifen »biegen, winden«).
Reiser (bayr.), Reißerzum Teil können der Zeichner und der Formschneider gemeint sein (mhd. rißer). »Ich bin ein Reißer früh und spät«, heißt es bei Hans Sachs.
Reißmannmhd. reisman »Kriegsmann«, auch reitender Bote, zu reise »Aufbruch, Heerfahrt«.
Renkl (München öfter) ist Variante zu Rinklmhd. rinke »Spange, Schnalle« zu Gürtel und Schuh; wohl auch Renker oder Rinker, der Rinkenmacher (Ringschmied).
Renner (obd., auch ndd.), Rinnermhd. rennaere »gewappneter Reitknecht, reitender Bote«.
Repositor Schatzmeister 
Repschläger, Reep-, Repp-, Reef-, Reipschlägerwaren wie Reper in Seestädten die ndd. Bezeichnungen für den Seiler (Taumacher).
Restiarius, restio Schiffstaumacher,Seiler 
Rettig, RettichÜbername des Gemüsehändlers, des Rettichbauern. (->Reddig)
Reuß (obd.)mhd. riuße, altriuße »Flickschuster«.
Rhedarius Wagner 
Ribaldus Landstreicher 
Rief(en)stahl (ndd.)Name (»reib den Stahl!«) für Stahlschmied oder Schwertfeger; auch Riewestahl, Rübenstahl,
Riem(en)schneider, Riemer (obd.)Riemer. Auch Rie(h)m. (->Rehm)
Riemler Sattler 
Rindschuster Gerber 
Ringhäufiger Übername, meint im allgemeinen den Ringschmied und Drechsler von Fingerringen, Paternosterkügelchen u.a. (Ringmacher, Ringdreher);läßt sich von Rin(c)k kaum trennen. Auch Ringel, Ringler.
Rockener Schwarzbrotbäcker 
Rodler, Rodleramtlicher Schreiber (lat. rotularius).
Roller (obd.)mhd. = »Fuhrmann« des Rollwagens (Reisewagens).
Römer, Röhmer, Ro(h)mermeint gewöhnlich den Rompilger, auch den Kaufmann, der nach Italien reiste.
Roo(c)k (Hamburg oft)ndd. rok »Rauch«, wie Hüttenrauch; Übername für den Schmelzhüttenarbeiter oder auch Schmied, wie obd. Rauch,Räuchle u.a. (-»Räuchlin)
Roscher Wollweber 
Rose (obd. Roos), Rösle(n), Rösgen (rheinisch)läßt sich wie Rosenblatt, Rosenblüt, Rosenstengel, Rosenstock, Rosenzweig, Rosenbaum als Übername des Rosengärtners bzw. Blumenhändlers deuten.
Roß, Rößle, Rösselzum Teil Übername des Roßhändlers, Roßtäuschers.
Rößler Pferdeverleiher, auch Knecht 
RothgerberGerber, der seine Häute mit Lohe gar machte.
RothgießerKupfergießer.
Rothmalerein Beruf aus der Zeit der Handschriften und frühen Buchdruckerei; er malte die farbigen großen Initialen (Anfangsbuchstaben).
Rubel, Rüble, Riebl (obd.)»Rübe«; Übername für den Rübenbauer, Rubenbauer (bayr. oft). Auch Rübener, Rüber, Rubner.
Ruder (München oft)Übername des Schiffers.
Rudnick (ostdeutsch)slawischer Berufsname für Erzgräber oder Grubenarbeiter.
Ruffian Zuhälter, Kuppler 
Rungemeint die Stemmleisten am Leiterwagen, also Übername des Wagners oder Stellmachers. (-»Leuchsner)
Rurensis,rusticus Bauer 
Saccelarius Kämmerer, Schatzmeister 
Sacher (Wien oft)die Häufigkeit dort ist wohl durch das jüdische Wort Sacher, von hebräisch socher »Wanderhändler«, bedingt. Es spielt aber auch der Vorname Zacharias hinein. Auch Sachers.
Säckelmeister Vermögensverwalter 
Sacrifuculus Kath. Priester 
Sadler, SadelmacherSattler.
Sager (ndd.), Säger, Seger (obd.)Brettschneider bzw. Sägemüller.
Sagittarius Pfeil-undBogenmacher 
Sakristan Meßner 
Salarius Salzsieder 
Salifex,salinator Salzhändler 
Salitermhd. saliter, salniter »Salpeter«; meint den Saliterer, der ihn siedet bzw. damit handelt.
Sallanus Kaplan 
Sallarius Salzsieder 
Sallwürk (obd.), SallwerkHarnisch- und Panzermacher. Auch Sarwürk.
SalmLachs (lat. salmo); Übername für Lachsfischer, aber auch vom Hausnamen (»Zum Sahnen«) her.
Salpista Trompeter 
Salsuciarius Sulzer, Flecksieder 
Salwirth,-wurch Plattner 
Salzer (obd.)meint wie Salzmann den Salzhändler, zuweilen auch den Salzsieder. Der Salzmutter wie der Salzmesser maß bzw. verkaufte Salz scheffelweise (mhd. mutte »Scheffel«), der Salzstößer im Kleinhandel, desgl. der Salzgeber. Auch Salzl (bayr., österr.), Sälzle (württemb.).
Samiator Schleifer 
Samme(t), SambethSamtweber bzw. -händler. Auch Samweber.
Sartor Schneider 
Satellites Knechte 
Sator Sämann 
Sattele (schwäbisch)Übername für den Sattler. Auch Sattler, Sadler.
Sauter, Sautter, Seiter(le), Sutter (schwäbisch), Sütterle, SütterlinSchuster und auch Schneider (mhd. süter »Näher«).
Scabinus Schöffe 
Scandularius Schindelhauer 
Schaarschmidtmhd. schar »Pflugschar«; dazu auch Schaar (Hamburg oft).
Schacherer Hausierer 
Schacht (ndd.)Übername für den Schachtschneider, der die Schäfte für Speere und Lanzen zuschnitt. Entstellt Schattschneider (Hamburg).
Schaf (Schaaf), Schäfle, Schaap (ndd.)meint als Berufs-Übernamen den Schafhirt (ndd. Schapherder) bzw. Schäfer, ndd. Schaper, Schäper.
Schäffler, Scheffler, Schöffler (obd.)Faßbinder, Schaffmacher, Böttcher. Desgl. Scheffel, bayr. Schöffel.
Schalenschroder Messergriffmacher 
Schalkmhd. = »Leibeigener, Knecht, Mensch in dienender Stellung«.
Scharf, Scharfe, Scharpf (obd.)schneidend scharf, forsch. Auch ndd. Scharp(ing).
Scharrmacher Wagner 
Scharsach(s)mhd. scharsa(h)s »Schermesser«.
Schatter, Schattmann Schätzer 
Schatzer, SchätzerSteuereinnehmer, Taxator. Auch Schatz!, Schätzte (obd.), Schatzler (mundartl.).
Schauermhd. schouwer »amtliche Beschauer, Prüfer«; zum Beispiel Tuch-, Brot- und Fleischbeschauer. Auch obd. Schauber.
Schaumann (ndd.-westfälisch), Schomann, SchumannSchuhmacher oder -händler. Auch einfach Schau (wie Schuh). Desgl. Schaumäker (ndrhein.), Schauknecht, Schaubüßer (Flicker). (->Schubert)
Scheer (Hamburg oft), Sch(e)rerBartscherer bzw. den Tuchscherer (Tuchscheer, Wandscheer, Bartscheer).
Scheibler Salzhändler 
ScheidenreißerGraveur von Schwertscheiden (wie für Helme den Haubenreißer).
Scheidner Messerscheidenmacher 
ScheithauerHolzspalter; auch Holzscheiter, Scheiter(er), Scheit.
Scheler (obd.)wohl Rindenschäler (Löher) zur Gewinnung der Gerberlohe.
Schelle, Scheller, SchellhammerÜbername für Schmiede, besonders für den Schellenschmied. Auch Schellschmidt, Schellenmacher, Schell(en)schläger.
Schelter Gaukler 
Schenke, Schen(c)k (obd.)mhd. schenke »einschenkender Diener«, später auch Hofamt (Mundschenk). Schenker meint den Schankwirt.
Scherer, Scheerermeint häufig den Tuch- oder Gewandscherer, seltener den Bartscherer.
Scherl (obd.-bayr.)Schere; Übername des Scherenschleifers bzw. Scherers.
Schermer (ndd.), Schirmer (obd.)Fechter, Spielmann.
SchickerOrdner, Organisierer.
SchicketanzTanzordner, Tanzlehrer (vgl. Regen-, Loben-, Preisentanz).
Schickfußwohl Botenname.
Schiffmann (obd.)Schiffer.
Schild(t), Schilder (ndd.), Schilter (obd.)Schilderer oder Schildmacher, zuweilen auch (Schild-)Maler.
Schin(n)agel, Schienagl (österr., bayr.)Übername des Nagelschmieds.
SchinderAbdecker, tätig in der Schindehütte (mhd. schinthüs »Schlachthaus«).
Schindler, Schind(e)l (obd.-schlesisch)Hersteller hölzerner Dachschindeln. Auch Schindelhauer.
Schipper, Schippmann (ndd.)Schiffer, Schiffmann.
Schir(r)macher (obd.-schles.)Geräte-, Werkzeug-, Geschirrmacher, zu mhd. schirre »Geschirr«. Dazu Schirrmeister, Schittenhelm.
Schirmer Klopffechter 
Schirrmacher Wagner 
Schleg(e)l, Schlögl (obd.)Schlägel; Werkzeug zum Schlagen. Vgl. Schwingenschlegl, Bruckschlegl, Bornschlegl, Mühlschlegl, Wollschlegl. Also Berufs-Übernamen.
Schlei, SchleyÜbername für den Fischhändler und Fischer. Auch Schlie, Schliemann (ndd.).
Schleifkann, soweit obd., den Inhaber einer Schleifmühle meinen.
Schleimer (obd.)mhd. slimer »Hersteller von Klebstoff, Vogelleim«.
Schlöss(e)lSchlosser, Schloßmacher, Schloßhauer (ndd. Slotmeker, Sloter); auch Schlösser (österr.).
Schlot(t)hauer (-hauber, -häuber, -heiber), Schlotzhauer (-heuer, -heier)Schilfrohrschneider (»in den Weihern sollen die Schlotten abgemäht werden«).
Schlotfeger Kaminkehrer 
Schlüssler (obd.)mhd. = »Schlüsselträger, Beschließer«.
Schlüter (ndd.), Schieuter (ndrhein.), Schlieter, Schließer, Schleußer (obd.)meint weniger den Torschließer als den Verwalter häuslicher Vorräte und Schätze, den Beschließer oder Kämmerer. Auch Schlütter.
Schmal(t)z, Schmalzl, Schmälzle(r)Übername des Fetthändlers. Auch Schmeer, Schmerber.
Schmeidl(er) (obd.)Geschmeidler, Schmuckhändler.
Schmelter (ndd.), SchmelzerMetallschmelzer und Gießer.
SchmidtDie reiche Gliederung der Schmiedezunft im Mittelalter spiegelt sich in den Familiennamen wie Kupfer-, Eisen-, Stahl-, Gold-, Silber-, Hammer-, Helm-, Messer-, Hufschmidt usw. Schmid, Schmitt sind obd., Schmilz rheinisch, Schmedt ndd.; Koseform Schmedeke, Schmiedel.
Schmin(c)keSchminke- oder Salbenmacher.
Schnarr (Hamburg)mnd. snar »Schnur«, snarmeker »Seiler«.
Schneider, Schneiders (rhein.), Schnieder(s) (ndd.-friesisch), Schnier(s) (ndd.-rheinisch)Handwerker, der (aus Stoffen nach Maß) Kleidung anfertigt, näht. (-> Schröder)
Schnickmann (ndd.)Führer einer Schnicke, eines kleinen Schiffes.
Schnitter Erntearbeiter 
Schnittger, Schnittker, Schnittcher (nordwestdeutsch)Tischler und Holzschnitzer.
Schnitz(l)er (obd.), Schnetz(l)er, Schnitz, Schnetz, Schnitzleinmeint den Holzschnitzer schlechthin (z.B. Bildschnitzer).
Schnorrer Landstreicher 
Schnur, Schnürchen (md.), Schnürle (obd.), Schnoor (ndd.)meinen den Schnürer (Schnurmacher, -dreher).
Scholl (obd.)wird deutlich durch Ackerscholle und Schollentreter als Übername für den Bauern.
Scholz, Schölzel, Schelzel (schlesisch)mhd. schultheiße: Schulz(e) »Vorsteher der Dorfgemeinde«.
Schop(p)enhauer (ndd.)Berufsname aus dem Holzgewerbe. Auch Schoop, Schopp.
Schöps, (Scheps, Schöbs, Schäbs)slawische Bezeichnung für den Hammel; zum Teil wohl Übername des Schaf Züchters (aber auch des Fleischers).
Schorsteinalte Form für Schornstein; Übername für den Schornsteinfeger (Rauchfangkehrer).
Schöttler (ndd.)Schüßler = Drechsler hölzerner Schüsseln.
Schöttner (obd.)Schottenmacher = Quarkmacher oder -händler (mhd. schotte »Quark«).
Schrape (ndd.)Schabwerkzeug, Hobel.
Schreiber, Schreber (sächsisch), Schriever, Schriefer (ndd.)mhd. schriber »des Schreibens kundiger Mann im Dienste geistl. und weltl. Herren«, Hof-, Stadt-, Kanzleischreiber u.a.
Schreiner (obd., rheinisch)Berufsname für Tischler, wörtlich »Schreinemacher«, rhein. Schreinemakers. Dazu Übername Schreindl (bayr., österr.).
Schröder (ndd.), Schröer, Schrörs, Schreurs (ndrhein.), Schrader (ostfälisch)meint urspr. allg. den Schneider, später jene Kaufleute (Laubenherrn), die Tuche und andere Stoffe ellenweise ausschnitten und verkauften.
SchröpferBadergehilfe, der mit dem Schröpfkopf zur Ader ließ. Auch Schräpfer (bayr., österr.), Schrepper (md.ndd.).
Schröter, Schrödter (schlesisch, sächsisch, thüringisch)entsprechen dem ndd. ->Schröder; meint aber auch den Verlader von Bier- und Weinfässern (Faßzieher).
Schubert (Sachsen, Schlesien, Österr.)entstand durch Umwandlung des mhd. Wortes schuochwürchte oder -worchte in schuwort oder schuwert, was Schuhmacher (eigtl. Schuhwirker) bedeutete. Auch Schubart, Schubrig, Schubrich, Schuh (obd.), Schuch(h)ardt, Schuchert, Schuckert, Schuchmann (obd.), Schucher, Schuher.
Schuffenhauer (sächsisch)Variante zu ndd. Schoppenhauer. Auch Schüffner.
Schuldiener/Schulmeister Lehrer 
Schüssler, Schüsselsiehe Schöttler.
Schuster (obd.)verschliffen aus mhd. schuochsüter, schuockster »Schuhnäher«, der Flickschuster. Dazu bayr. Schüsterl, Schiesterl, Schüstl, Schiestl.
Schütt(e) (ndd.), Schütz(e) (obd.)meint im allgemeinen den Flurschütz, Flurhüter.
Schwegler (obd.)Flöter, Pfeifer (auf der Querflöte des Hirten aus Holunder oder Knochen).
SchweinschneiderKastrierer der Schweine wie Sauschneider. Schweinhardt ist ndd. der Schweinehirt; auch Schwein, Schweinle, Schwien (ndd.) ist Berufs-Übername für Schweinehirten, -Züchter, -händler, -fütterer.
Schwep(p)e (ndd.)Übername des Schwepenheuer, des Zimmermanns, der die Schräglatten für die Dachsparren zuhaute.
Schwertdegen junger Ritter 
Schwertfirm, Schwärzfirm (obd.)entstellt aus mhd. svertvürbe, der Schwer(d)tfeger, Waffenschmied. Dazu die Übernamen: Schwerdt, Schwertl (bayr.).
Schwing(en)hammer, -nagel, -eisen sind als Schmiedenamen bezeugt.
Schwingenschlögl (bayr.)Büttner, Faßbinder.
Sclopetarius Büchsenschütze 
Scoparius Straßenfeger 
Scriba Schreiber 
Scrinarius Paneelenmacher, Schreiner 
Scriniarius Geheimschreiber, Archivar, Siegelbewahrer 
Scrutarius Trödler 
Sculptor Bildhauer 
Scultetus Schultheiß 
Seckler (obd.)mhd. = »Säckel-, Schatzmeister«, evtl. auch der ->Beutler.
Seel, Seeler (ndd.)für Seil; Übername des Seelmekers, Seel- winders, Seilers. Dazu Seel(en)binder.
Segisser, Sägesser (obd.)Sensenschmied (mhd. segense »Sense«). Dazu ndd. Seißenschmidt.
Segler (ndd.)Segelmacher.
Segristanus Meßner, Kirchner 
Seidennader, Seidennather (München)Seidennäher.
Seidenneger Seidenstricker 
Seigermhd. seiger »Waage« (dann auch Uhr), der Seigerschmied (Großuhrmacher).
Seiler (obd.-md.-schlesisch)Hersteller von Seilen, Schnüren, Kordeln aus Hanf- oder Flachsgarn. (->Repschläger, Seel)
Selcher, Selchert (obd.)Fleischräucherer oder Fleischer.
Sellarius Sattler 
Semmler (obd.), Simmler, Semmel, SimmelSemmelbäcker, Weißbrotbäcker. Auch Semmelweis (mhd. weiß »Weizen«).
Senf(f), Senft, SempfBerufs-Übername des Senfmachers (vgl. Sauersenf).
Sengermeint wie Singer den Sänger, Kantor, Musiker.
Senn(er)Alpenhirt, Melker, Käsebereiter.
Sensal Makler 
Serator Schlosser 
Sericarius Seidenwirker 
Settmacher, SethmacherHersteller von Selten (mhd. = »Körbe, Schüsseln«).
Seuner Hochseefischer 
Sieber (obd.), Siebler (bayr. oft)Siebmacher.
Sielerstellte Sielen (Sielengeschirre) für Zugtiere her.
Sigesser Sensenschmied 
Sigrist Meßner 
SilberBerufs-Übername des Silberschmieds, Silberbrenners, Silberhändlers sowie auch des Silbergräbers (im Silberbergwerk). Dazu Silbernagel: Silberschmied. Silbermann: Silberhändler (vgl. Goldmann).
Similarius Los- oder Weißbrotbäcker 
Simrockverschliffen aus Siebenrock; Übername des Schneiders (vgl. Siebenschuh: Schuhmacher; Siebenwurst: der Fleischer usw.).
Sinner (obd.)mhd. »Eichmeister, Visierer«.
Smersnider Speckverkäufer 
Sohm (obd.)mundartl. für Sahm, mhd. säme »Samen, Saat(feld)«; Übername des Sämanns oder Samenhändlers.
Sölter (ndd.), Sälzer (obd.)Salzhändler. Auch Soltmann, Soldmann.
Span(n)rad (bayr.)Übername des Wagners. Span(n)ring bayr., österr.): Übername des Schmieds. Span(n)uth (ndd.) = Spannaus: Fuhrmannsname wie Spannan.
Spanner (bayr. oft)mhd. »Ballenbinder und Auflader«.
Sparr(e) (Hamburg oft)Dachsparren, -balken; Übername des Zimmermanns.
Speciarius Gewürzkrämer 
Speck, SpeckleSpeckesser (ndd. Speckäter) bzw. der Speckschneider, also Berufs-Übername; vielleicht für Speckäter auch Speckter. (->Schmal(t)z)
Speculator Wächter, Spion 
SpeerHersteller der Speerschäfte. Aber Sperisen (thüringisch): der Schmied, der Speerspitzen formt. In Sachsen und Schlesien beruht Speer wie Spehr vielfach auf Spe(h)rer, entrundet aus ->Spörer = Sporenmacher.
Speiser, Spieser (ndd.)Speisenmeister, Speisen austeiler, ein Hof- und Klosterbeamter, auch in Spitälern.
Spen(d)lerHersteller von Stecknadeln.
Spengler (obd.)Klempner, Flaschner, Blechschmied, zu mhd. spengel(in) = kleine Spange. Dazu Spengel (Spangenmacher), Spenger (mit Spangen versehen).
Spieg(e)l, Spiegier, Spegel (ndd.)Spiegier oder Spiegelmacher.
Spielmann, Spillmann, Spielmanns (ndrhein.), Speimann (ndd.)im Mittelalter fahrender Sänger, Musikant, Spaßmacher, Gaukler. Dazu auch Spieler (obd.).
Spieß, Speth, SpeithSpießmacher, Spießschmied.
Spill(e), Spill(n)er, Spilleker, Spilche(r), Spindler (obd.schlesisch)meinen den Spindeldrechsler.
Spinnräker (ndd.-westfälisch)Spinnradmacher.
Spitzwegirreführende Schreibung für Spitzweck, wie Schlitzwegg für Schlitzweck und Butterwegg für Butterweck; lauter obd. Bäckernamen.
Splettstößer (ndd.)Kleinhändler mit Holzspänen, Brennholz, Schindeln. Auch Splittstößer, Splitt, Splett, Splittgerber, Splieht, Splitter, Spletter.
Splittgerber Schindelhändler 
Spohr, Spöhrle, SpörlSporenmacher (Spohrer, Spörer). Auch Spehr, Spehrer (schlesisch, sächsisch) ist urkdl. Spohrer. Dazu Spörner, Sperner, Spörndle, Sporbert.
Sportularius Korbmacher 
Spranger, Sprenger, SpringerGaukler, Tänzer.
Sprechermhd. = »Schwätzer«, auch Reimsprecher, der Gedichte vortrug.
Sprotte (Hamburg)Übername für Fischhändler.
Spuler (obd.)Spulendrechsler (mhd. spuole »Weberspule«, aber spuol »Federkiel«: Schreibername.
Staa(c)k, Staake (ndd.)lange Stange (vgl. Stakenhauer), wie obd. Stange, Stangl, Stängle = Berufs-Übernamen.
Stabularis Stallknecht 
Stäcker (ndd.)»Stecher«; der Kastrierer.
Staffirmaler Tüncher 
Stahl, Stäheli(n)meist Berufs-Übername für Schmied (Stahlschmied) bzw. Stahlhändler. Obd. auch Stahler, Stähler.
Staib, Staible, Staiber (obd.-schwäbisch), Steib, Steible, Steiber, Steub, Steuble, Steuber, Stoiber»Staubaufwirbler«; Übername des Müllers. Auch Staub, Stauber, Stäubel, Stäuble.
Stannarius Kannen- oder Zinngießer 
Staterarius Wagenmacher 
Stationarius/Stationierer Krämer 
Stecher, Stäcker (ndd.)Kastrierer; sekundär Stechert (sächsisch), Stech(e).
Steen (ndd.)Stein; meint zuweilen den Steenbicker »Steinhauer« bzw. Steenwarber (Steenwerker).
StegreifSteigbügel; Berufs-Übername für den Steigbügelmacher.
Steinbeiß, Steinbiß (obd.)»auf Stein Beißende«, gemeint ist z.B. der Steinhauer, Steinmetz.
Steinbrecher, Steinbreker (ndd.)Arbeiter im Steinbruch.
Steinheil (württemb.)entrundet aus Steinhäuel = Steinhauer.
Steinl(e), Steindl (obd.)Berufs-Übername zu Steinhauer, Steinbicker, Steinmetz, Steinbrecher, Steinschneider, Steinmann (vgl. mhd. steinler »Edelsteinhändler«).
Steinmetz, Steinmetzel, Stamitz (österr.)Steinmetz, Steinhauer. Auch Steinwerker, Steinwürker, Steenwerth (ndd.).
SteinschneiderKunsthandwerker, der Wappen, Figuren u. dgl. in Edel- und Halbedelsteine schnitt.
Stellmach, Stallmach, StellmacherWagner.
Stender (Hamburg)mnd. = »Pfosten«; Übername des Zimmermanns (wie Balke, Stallbom, Pfost).
Sterzer, Störzermhd. = »Landstreicher«. Auch Sterzel, Störzel.
Steuer, Steuerlein (obd.)kann den Steuereinnehmer (Steurer) wie den Steuermann (ndd. Stührmann) meinen.
Stichder beruflich Stiche macht, z.B. der Schneider,Schuster usw.
Stiehler, Stieler, Stühler, StülerStuhlmacher, Stuhlflechter, Stuhldrechsler; aber Stiehl ist Berufs-Übername wie Hammerstiel, Pfannenstiel, Birnstiel u. ä.
Stipus Bettler 
Stirnstoßer Schleierverkäufer 
Stoll(e)mhd. stalte »Gestell, Stütze, Pfosten«, zum Teil wie Stollwerk; Übername des Zimmermanns oder Tischlers.
Storger Marktschreier 
Stößelder mit dem Stößel arbeitet; auch Stößer: der Waren in Gefäße (Säcke) stößt, Kleinhändler wie Salzstößer, Krautstößer u.a.
Stöver, Stöber, Stöwer (ndd.)meinen den Badstöver wie obd. Stuber, Stüber, Stieber den Bader oder Badestubeninhaber.
Strähler, Strehler (obd.)mhd. = »Kammacher«.
Stranguria Harnzwang 
Stratarius Sattler 
Streichermhd. stricher; war ein behördlicher Prüfer, sei es Kornmesser oder auch Tuchprüfer.
Stri(e)tzel (schlesisch, sächsisch, österr.)mhd. strützel »längliches Kuchenbrot, Stollen«. Als Bäckername bezeugt.
Stricker, Strickertmhd. auch = »Seiler«; stricken, eigentlich »knüpfen«. Vgl. Seiden-, Hosen-, Haubenstricker.
Stroh, Ströhleinbäuerlicher Übername, besonders für Strohhändler (Strohmann, Strohmenger, Strohschneider).
Stü(h)rmann (ndd.)Steuermann.
Stubanator Badstubenbesitzer 
Stückle(n)mhd. = »Stück Tuch«; Berufs-Übername für den Schröder.
Stückler (obd.)Flickschuster oder -Schneider.
Stupenator Badstubenbesitzer 
Stut(e), Stuth(e) (ndd.)meint ein (schenkeiförmiges) Gebäckstück aus Hefeteig. Vgl. Studebaker = Stutenbäcker.
Subulcus Schweinehirt 
Sudler Kuttler 
Sülter (ndd.), Sulz(n)er (obd.), SülzerSulzer oder Sülzemacher.
Sumilator Nachahmer, Kopist 
Sup(p)an (slawisch)Bezirksvorsteher, Vogt, Gutsverwalter.
Sutor Schuster 
Tabellarius/Tabellio Bote 
Taferner (obd.)Schankwirt, Gastwirt.
Talemetarius Bäcker 
Tallierer Hausierer 
Tandler Trödler, Hausierer 
Taschner, Täschner, Teschner, Taschler, Teschler, Däschlerder Taschenmacher.
Tauber, Taubert, Teuber, Teubert, TeubnerTaubenzüchter bzw. Taubenhändler.
Taverner Wirt 
Tector Dachdecker 
Teg(e)ler (ndd.), TeigeierZiegler, Lehmziegelmacher. Dazu Tegelmann, Tegelhütter, Teigelkötter, Teigelkamp(f).
Tegularius Ziegelbrenner 
Teichler (obd.-schlesisch), Teichner, Teichmann, Teicher(t) (schlesisch und sächsisch)der Reichtum der schlesischen Ebene an Teichen hatte im Mittelalter eine blühende Fischteichwirtschaft zur Folge.
Tellrer Hausierer 
Textor Weber 
Theriakskrämer Quacksalber 
Thumbherr Domherr 
Tinctor Färber 
Tipp(e) (ndd.)Übername des Tippenhauers, ndd.-rheinisch tippe, tibbe = hölzerner Kübel, kleiner Bottich, auch Tubbe.
Tiro Neuling, Zögling 
Tischerwar bis ins 17. Jh. in Mitteldeutschland die übliche Form für Tischler.
Tomeator Drechsler 
Tomio Drechsler 
Tomschläger, Thomschläger (ndd.)Zaummacher, der Zaumzeuge herstellte, mhd. zoumer »Zügelmacher«.
Tonn(e) (Hamburg oft)Tonnenmacher, der Böttcher oder Faßbinder.
Tonsor Wundarzt 
toparcha Erbherr, Grundherr 
Töppel (md.-schlesisch)Topfel, Topf; Berufs-Übername des Töpfers, md.-ndd. Töpper, entrundet auch Tepper, Tepfer.
Töpplermhd. topeler »Würfelspieler«.
Trage (obd.)mhd. = »Träger«, Last- oder Warenträger.
Träger (ndd. Dräger), auch Tragerim Mittelalter sowohl Last- und Sackträger als auch Hausierer, der Waren des täglichen Gebrauchs zutrug, besonders auf dem Land.
Trapezeta Geldwechsler 
Traub, Traube, Träubel, Träublehäufig im alemannischschwäbischen Weinbaugebiet Übername des Weinbauers; entrundet Treibel, Treibler. Auch Weintraub.
Trax(e)l, Traxler, Trachs(e)lsiehe Drechsel.
Träxl Drechsler 
TreiberViehtreiber (Sautreiber, Kuhtreiber, Eseltreiber). Auch ndd. Driever.
Tressel, Tresselt (thüringisch, fränkisch)siehe Drechsel.
Tripp(e)nmacher, TrippenhauerHolzschuhmacher. Auch Trippner, Tripp(schuh).
Trito Drescher 
Trösch(er), Trösche (alemannisch-schwäbisch)siehe Drescher.
Trüller (obd.)mhd. = »Gaukler, Possenreißer«.
Trumetter Trompeter 
Trumm(er)Trommler. Auch Trümper (ndd.), Trümpier (obd.), Trump (bayr.), aber Trummeter (mhd.) = Trompeter.
Tucher (obd.)mhd. tuocher »Tuchmacher«. Sekundär Tuchert. Händler ist der Tuchmanger, Tuchmenger.
Tüffelmacher Pantoffelmacher 
Tunnarius Küfer 
Turmrater Kerkermeister 
tutor Vormund 
Tyropola Käsehändler 
Ulner Töpfer 
Umbellarius Schirmmacher 
Umbitter Hochzeitsbitter 
Umsesse Nachbar 
Ungelder, Ungeldherr Steuereinnehmer, Steuerherr, der das Ungeld, eine der späteren Akzise entsprechende Steuer, erhebt und verwaltet; Faßeicher 
Ungelter, UmgelterEinnehmer des Ungeltes (Verbrauchssteuer von Lebensmitteln).
Unguentarius Parfüm- und Salbenmacher oder -händler 
UnschlittTalg-, Unschlitt-, Seifenhändler.
Unterbeseher Marktaufseher 
Unterkäufler Makler 
Unzüchter Ratsherr, der Polizeivergehen, also "Unzucht" (Unrecht) aburteilte 
Up(p)legger (ndd.)Auflader, für die See- und Handelsstädte bezeichnend.
Upilio Schafhirt, Schäfer 
Urbani Bürger, Stadtbewohner 
Urinator Taucher 
Ustor vini sublimati Branntweinbrenner 
Usurarius Geldverleiher, Zinsnehmer, insbesondere Wucherer 
Uxor gratiuta Konkubine 
Vadius Bürge 
Valvarius Beschließer, Torwart 
Vath (ndd.)wie Fath = Faß; Übername des Faßbinders.
Vector Fuhrmann 
Veh (München)Feh, Fäh (obd.) = mhd. vech »buntes Pelzwerk«; Übername des Kürschners.
Venator Jäger 
Venditor Händler, Verkäufer 
Verganter Auktionator 
Vespillo Totengräber 
Vestiarius Kleidermacher, Schneider 
Veteramentarius Trödler 
Viego, Vietor Küfer, Böttcher 
Viermann, Viertelmeister Ratsmitglied 
Vigilarius Wächter 
Villicus Maier, Niederrichter 
Vinctor Klein- und Faßbinder 
Vinitor Winzer 
Virgulator Besen- oder Rutenbinder 
Visierschneider Hersteller von Larven, Kurzwaren 
Vitriarius Glaser, Glasmacher 
Vivandierer Besen- oder Rutenbinder 
Vogel, Vögelein, Vögele, Vögeli, Vagel (ndd.)Übername des Vogelfängers (Vogler, Vageier, Vög(e)ler) bzw. Vogelhändlers. Vogelsang und Vogelweid (vgl. Walther von der Vogelweide} sind hingegen öfter Flurnamen.
Vogtmhd. voget (voit) »berufen« (zur Verwaltung), der Statthalter, Land-, Stadt-, Gerichts-, Marktvogt usw. Schreibung Voigt ist Kanzleiprodukt des 16. Jhs. Obd. ist Vögt(le), bayr.-mährisch Voitl, ndd. Vagd, fränkisch Fauth.
Voltisierer Kunstfechter 
Waage, Wagemann, Wägeran der Stadtwaage Beschäftigte.
WachsÜbername des Wachsziehers oder Wachshändlers.
Wächter, Wächterim allgemeinen der Nachtwächter.
WadenspannerNetzfischer (nhd. wate, wade »großes Zugnetz«).
Waderlmacher Fächermacher 
Wagenführ, WagenführerFuhrmann (ndd. Wagenvörer). Desgl. Wagenknecht, Wagenmann, Wagendriver (driven »antreiben«). Wagenseil = Übername des Fuhrmanns und auch des Seilers.
Wagner, Wagener, mundartl. Wainer, Weiner(t), Wehner(t)der Wagenbauer, Stellmacher. Weg(e)ner ist ndd., Wegler badisch; dazu als Übernamen Wägelin, Wegele.
Waib(e)l (obd.), Waible, Weib(e)lmhd. = »Gerichtsdiener, Büttel«, später Webel (vgl. Feldwebel).
Waidner Waid- oder Blaufärber 
Walcher, obd. Variante zu WalkerTuchwalker. Ndd. auch Welcker.
Waldheyer, Waldheuer (obd.)Holzhauer, Holzfäller.
Waller Pilger 
Walzer (obd.)meint wohl den Walzenmüller.
Wamser, Wameser, Wambescher, Wamsler (obd.)Wamsmacher.
Wämstler Sulzer 
Wandschneider (Hamburg oft), Wandscher(er), Wandmaker, Wandmacher (alle ndd.)Gewandschneider, auch Tuchscherer. (-> Gewand)
Wantsnider Gewandschneider 
Wardein Münzprüfer, Schätzer 
Wascher (obd.), Wescherauch Hering-, Kuttel-, Faß-, Schleierwäscher.
Wasenmeister Schinder 
Wassermannnach der Wohnstätte am Wasser, bayr. auch Bassermann, zum Teil wohl auch der beruflich mit Wasser zu tun hatte (vgl. Wasserführer, Wasserzieher, Wasserschöpfer u.a.).
Weber, Wöber (bayr.), Waber (schlesisch), Wever, Wefer (ndd.)meint den Leinen- wie den Wollweber.
Wecker (bayr., württemb.), wohl der Weckler»Weckenverkäufer« (Weckemann).
Wehmutter Hebamme 
Weid(e)mannmhd. = »Jäger«, aber auch »Fischer«, zum Teil auch Weidner (obd.).
Weinbe(e)r (bayr.)Übername des Weintraubenhändlers bzw. Winzers.
Weinführer Weinwirt 
Weinheber (österr.)wohl Übername des im Weinkeller Beschäftigten.
Weinmayer (bayr., württemb., österr.)über die Weinabgaben wachende Maier, Verwalter eines Weinguts.
Weinmesser (obd.)städtischer Meßbeamter wie Salz-, Kornmesser.
Weinsticher Weinprüfer 
Weinvisierer Eichbeamter zum Vermessen der Weinfässer 
Weinzierl (obd., bayr. oft)mhd.winzürl »Winzer«.
Weißgerberder das Leder weißgar macht, mit Alaun gerbt statt mit Lohe wie der Lohgerber.
Weiter, Weitert (bayr.)mhd. weitaere »Blaufärber«, aber auch »Fischer mit dem weit«, einer Art Netz.
Weitz, Weitze, WeitzmannWeizenhändler, Weizenbauer, auch obd. Waitz.
Werfelmundartl. Form für Wörfel, Würfel (z.B. in Böhmen). Gemeint ist der Wörfeler, Würfeler = Würfeldrechsler oder -Spieler.
Werghändler Flachshändler 
WerkmeisterHandwerksmeister in leitender Stellung, besonders des Baugewerbes. Ähnlich Werkmann: Handwerker, Bauwerker. Auch Werker, Werk, Werkle.
Wetzer Schleifer 
Wetzger, Wetschger, Wetscher (obd.)mhd. = »Reisetasche, Felleisen«, wohl Berufs-Übernamen.
WetzsteinSchleif- und Wetzstein; Berufs-Übername für den Schleifer u. ä.
Wicker (Stuttgart oft)mhd. = »Zauberer, Wahrsager, Gaukler«.
Wiegner (obd.-schlesisch)wohl der Wiegenmacher.
Wildwerker (obd.)mhd. = »Kürschner, Pelzhändler«.
Wingertsmann Winzer 
Wirth, Würth, Würthle (obd.), Wir(t)z (ndrhein.), Wirtgen, Wirthsder Gastwirt.
Woll(en)schlägerder die Wolle durch Schlagen reinigt und lockert. Auch Wollschlegel, Wohlschlegel, Wohlschlag (Baden), Wohlschläger (bayr.). Obd. auch Wollner, Wöllner.
Woll(en)weber, Wull(en)weber, Wüll(en)weber, Wollner, Wolle, Wulle, WüllnerBerufs-Übernamen aus dem Woll- und Tuchmachergewerbe (z. B. Wollhändler bzw. -weber).
Wunder, Wunderl(e), Wunderli(n), Wundererder sich mit ungewöhnlichen Dingen oder Ereignissen abgibt, Wundertäter, auch Neuigkeitskrämer.
Wür(t)z, Wurz (obd.)mhd. = »Kraut, Gewürzkraut«; Berufs-Übernamen des Gewürzkrämers bzw. Kräuterhändlers. Auch Würzer, Würzner, Wurzer. Zu Wurzel vgl. den Wurzelgraber, Wurzelmann, Oldewurtel (ndd.).
Wurst, Wurstle, Würstl, Worst (ndd.)Berufs-Übernamen des Wurstmachers (obd. Wurster) bzw. Fleischers.
Wurzler Gewürzhändler 
Xurterius Polizeibeamter 
Xylocopus Zimmermann 
Xylographus Holzschneider 
Xylopola Holzhändler 
Yngwünner Steuereinnehmer
Zainer Korbflechter 
Zang(e), Zängel, Zängelin (obd.)Schmiedename; vgl. Hammer, Nagel u.a.
Zapf, Zäpfel, Zäpfle (obd.), Zapp(e) (md.), Tappe (ndd.)meint den Zapfer, Zapfner, ndd. Tapper = Schankwirt. Zuweilen auch Trunkenbold.
Zauer Tuchmacher 
Zauner (obd.), Zäuner, ZeunerZaunmacher, mhd. zün »Dorfzaun, Hecke«; auch der daran Wohnende.
ZechmeisterVorstand einer Zeche (Zunft, Bruderschaft). Zechmann: mhd. = »Mitglied einer Zeche«. Desgl. Zecher: mhd. auch = »Anordner«. Dazu Zechbauer, Zechmayer, Zechner.
Zehender (bayr., österr., württemb., Schweiz.)der für den Grundherrn den »Zehnten« erhebt, eine bäuerliche Abgabe. Auch Zehnder, Zender, Zehnter, Zehner, Dazu Zehe(n)tner, Zehetmaier, Zehetbauer, Zehetgruber, Zehethofer.
Zeichenmeister Eichbeamter 
Zeidler Imker 
Zeidler (obd.), mundartl. Zeitler (österr.)mhd. zidler »Imker, der die Waldbienenzucht betreibt«. Auch entrundet Zedler.
Zeiner Korbflechter 
Zeiner, Zainer (obd.)mhd. = »Schmied, der Stabeisen herstellt«. Für den Korbflechter sagte man allgemein Zeinler, auch Zeindl(er).
Zeise, Zeisel, Zeisle, Zeislermeinen den Zeisig; Übernamen des Vogelstellers oder -händlers.
Zelt(n)er (obd.)Bäcker, der flaches Backwerk, Fladen herstellte (vgl. Lebzelter).
Zengener Zangenschmied 
Zentgraf, Zintgraf, Zinkgraf, Zinkgreff, ZinngrebeVorsitzender des alten Zentgerichts.
Zerenner Eisenschmied 
Zi(e)chner (obd.-md.)der Ziechenleinwand webte (mhd. zieche »Bettzeug, Kissenbezug«). Auch Züchner.
Zickler (Wien oft)Ziegen-, Zickenzüchter.
ZieglerZiegelbrenner. (->Tegeler)
Zimmer, Zimmerle, Zimmerlingmeinen den Zimmermann. Dazu auch Zimmerer.
Zinn, Zinnkannmeinen den Zinngießer, obd. auch Zinner.
Zistler (bayr.)Korbmacher (mhd. zistel »Körbchen«).
Zitzweber Kattunweber 
Zobelmeint im allgemeinen den Zobelpelz, also Übername des Kürschners oder Pelzhändlers.
Zoller, Zöller, Zollner, Zöllner (obd.)mhd. zoller »Zolleinnehmer, Zöllner« (vgl. Mautner).
Zonarius Gürtelmacher 
Zott, Zotterl, Zottel, Zöttl wie Zottmann, Zotter, Zottmaier, Zottler (alle obd.)beziehen sich auf mhd. zotte, zote »zottige Wolle«.
Zuber (obd.), Zobermhd. = »Holzgefäß, Scharf, Bottich« mit zwei Handgriffen; Übername des Faßbinders.
Zwack (bayr. öfter)mundartl. = Zweck, kleiner Nagel; Übername z. B. für den Schuster oder Nagelschmied. Auch Zwacker, Zweck.
Zweig(le), Zweigler (obd.), Zweigert, Zweigart, Zweichardwohl zu mhd. zwigen »pfropfen, pflanzen«, also der Gärtner.
Zwieblet, Zwiefel (bayr.)Zwiebelmann, Zwiebelbauer oder -händler. Zwirner (obd.): Hersteller von Zwirn. Auch Zwerner, neben Zwirnmann, Zwernemann. Dazu als Übernamen Zwirn, Zwirnlein, Zwi(e)rlein.
Zwirner Fadenmacher 
Zythopepta/ZytopoeusBrauer